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Ein Beitrag von Adacor

Wie Unternehmen die passende Cloud-Lösung finden

Cloud im UnternehmenAuf Cloud Computing basierende IT-Infrastrukturen sind in den Unternehmen generell auf dem Vormarsch.

Vorteile wie Kosteneinsparung, geringe Kapitalbindung, hohe Daten- und Ausfallsicherheit sowie eine flexible Skalierbarkeit von Services drängen traditionelle Modelle langsam in den Hintergrund.

Dementsprechend heiß umkämpft ist der Markt. Cloud-Anbieter schießen wie Pilze aus dem Boden: Bei dieser Angebotsvielfalt wird es immer schwerer den Überblick zu behalten: Welches Konzept ist für die eigene Firma das Richtige?

Dieser Artikel gibt dazu einige Entscheidungshilfen und stellt exemplarisch die Möglichkeiten und Stärken einer Hybrid Cloud für Unternehmen dar.

Die Öffentlichkeit diskutiert häufig über die angeblichen Nachteile von Cloud Computing in der IT – wie geringe Datensicherheit, potenzielle Bedrohungen durch Hacker, ungeklärte Rechtslage oder Bedenken in Sachen Compliance. Dennoch: Der Siegeszug der Technologie in den Unternehmen lässt sich damit nicht aufhalten. Die Anzahl Cloud-basierter IT-Lösungen in Unternehmen wächst kontinuierlich. Das bestätigt der aktuelle Cloud-Monitor 2015, den die Bitkom Research GmbH im Auftrag der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellt hat. Demnach setzten im Jahr 2014 44 Prozent der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing ein. Weitere 24 Prozent planten oder diskutierten den Einsatz.

Cloud ist nicht gleich Cloud

Sobald sich ein Unternehmen entscheidet, eine Cloud-Lösung in der IT zu realisieren, hat es die Qual der Wahl: Es gibt nahezu so viele Cloud-Konzepte, wie es dafür Anbieter gibt. Die Entscheidungsfindung wird dadurch erschwert, dass viele Provider den Trend zum Cloud Computing ausschließlich gewinnbringend für sich selbst aufgreifen. Da werden zum Beispiel Konzepte angeboten, die auf eine eigentlich lokale Softwarelösung aufsetzen. Die Bedürfnisse des Kunden treten dabei in den Hintergrund. Denn für ihn ist ein solches Konzept in der Regel unsinnig.

Erschwerend kommt hinzu, dass im Lieferumfang eines Internet-Providers häufig eine kostenlose Cloud-Lösung als unfreiwilliges Zusatzangebot enthalten ist. Das bedeutet, der Kunde muss sich mit der Anwendung auseinandersetzen, auch wenn er diese gar nicht nutzt. Die neuen Zugangsdaten müssen auf jeden Fall sicher aufbewahrt werden. Des Weiteren werden intransparente Sicherheitskonzepte verfasst, die der Kunde weder zu verifizieren noch einzuschätzen vermag.

Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, bei der Evaluierung möglicher Cloud-Lösungen den Überblick zu behalten. Dabei kann bereits ein erster Vergleich zwischen den verschiedenen Bereitstellungsmodellen im Cloud Computing hilfreich sein.

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Was ist Cloud Computing?

Für Cloud Computing hat sich laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – kurz BSI – in der Fachwelt die Definition der US-amerikanischen Standardisierungsstelle „National Institute of Standards and Technology (NIST)“ durchgesetzt: Laut BSI hat die Cloud Security Alliance (CSA) Cloud Computing um drei weitere Eigenschaften ergänzt:

  1. Service orientierte Architektur
  2. Mandantenfähiges System
  3. Zahlung nach genutzter Leistung (Pay per Use Model)

Für eine einheitliche Begriffsbestimmung, hat das BSI eine eigene Definition für das Cloud Computing festgelegt.
Cloud Computing ist keine neue Technologie, selbst wenn die Bewerbung entsprechender Services oft das Gegenteil suggeriert. Vielmehr beruht die Cloud aus technischer Sicht auf den ursprünglichen Netzwerkkonzepten in Unternehmen. Solche Modelle zielen darauf ab, bestimmte Dateien auf zentralen Fileservern abzulegen, damit diese projekt- oder abteilungsbezogen jedem Teammitglied oder unternehmensübergreifend jedem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ein solches Konstrukt könnte als Vorläufer der ersten Private-Cloud-Ansätze verstanden werden. Allerdings mit einigen Abstrichen. Denn eine flexible, ortsunabhängige Verfügbarkeit der Daten und Applikationen außerhalb des eigenen Firmennetzes dürfte kaum realisiert werden können. Alleine die schwierig umzusetzenden Maßnahmen in Bezug auf Verfügbarkeit, Zugriffsschutz und Betriebssicherheit, stellen oft eine zu große Herausforderung dar. Spezialisierte Cloud-Dienstleister überzeugen hier mit ausgereiften Sicherheits- und Betriebskonzepten und können so eine permanente Verfügbarkeit der Cloud garantieren.

Welche Cloud-Formen gibt es?

NIST unterscheidet nach diesem Modell des Cloud Computings vier Cloud-Formen in Form verschiedener Deployment-Modelle

Visuelles Modell der Cloud-Computing-Definition von NIST

Die Private Cloud

Für Unternehmen die wichtigste Bereitstellungsform. Laut Cloud-Monitor nutzte 2014 nahezu jedes vierte Unternehmen in Deutschland Private-Cloud-Computing. Die Private Cloud bietet höchstmögliche Sicherheit: Entweder das Unternehmen betreibt seine Cloud selbst oder es beauftragt einen Dienstleister, der für den Kunden einen festen Platz in seinem Server-Park einrichtet. Dieser steht einzig und alleine diesem Kunden zur Verfügung. Alle Daten und Anwendungen dieses Kunden befinden sich an diesem Ort. Die Private Cloud hat aber auch ein paar Nachteile. Das sind ein starres Konstrukt sowie geringe Flexibilität und Skalierbarkeit.

Wie die Private Cloud funktioniert

Die Public Cloud

Im Gegensatz zur Private Cloud teilen sich hier mehrere Nutzer die gleichen Ressourcen eines Anbieters. Dieser offeriert sein Angebot in der Regel in Form von standardisierten Diensten über das Internet. Der Zugriff auf den buchbaren Umfang erfolgt schnell und einfach über den Browser. Ein Beispiel für Public-Cloud-Lösungen sind Dienste für Webmail oder die Google-Anwendungen. Beispielsweise nutzen alle Anwender beim Zugriff auf den Google-Kalender dieselbe Infrastruktur. Das heißt, der Zugriff erfolgt auf eine öffentliche Anwendung, die sich viele Kunden teilen. Die Trennung der Daten der verschiedenen Kunden erfolgt dann durch die Mandantenfähigkeit der Anwendung.

Die große Schwachstelle stellt die gemeinsame Schnittstelle zur Anwendung selbst dar. Im Rahmen eines geschickten Angriffs könnten Hacker Zugang zu den Daten einzelner Nutzer erhalten. In einer Private Cloud hingegen hätte der Kunde eine eigene Kalender-App. Diese wäre von außerhalb nur schwer zu infiltrieren, da bereits der Zugriff auf die Software nur legitimen Nutzern gewährt wird.

Im Gegenzug bietet die Public Cloud aus Sicht des Kunden die Vorteile, dass sie über eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit verfügen, da sie schnell erweiterbar ist. So lässt sich zusätzlicher Bedarf an Speicherplatz oder neuen Apps einfach per Mausklick hinzubuchen und wieder abbestellen.

Für die meisten deutschen Unternehmen kommt eine reine Public-Cloud-Lösung nicht in Frage. Zu groß sind die Bedenken – etwa bezüglich Sicherheit und Compliance. So lag nach Angaben des Cloud-Monitors 2015 der Anteil der Public-Cloud-Nutzer 2014 bei 16 Prozent. Für die Private Cloud liegt dieser Wert mit 29 Prozent wesentlich höher.

Die Community Cloud

In einer Community Cloud teilen sich mehrere Kunden mit ähnlichen Interessen (z. B. Unternehmen aus der gleichen Branche) eine Cloud-Infrastruktur. Sie bilden aus ihren jeweiligen Private Clouds die Community Cloud, auf die nur die Mitglieder der Community zugreifen können.

Die Hybrid Cloud

Schaubild Funktionsweise Hybrid CloudDie Hybrid Cloud vereint die Vorteile der Private Cloud, wie z. B. höchstmögliche Datensicherheit mit denen der Public-Cloud – z. B. hohe Skalierbarkeit. Deshalb bietet diese Form des Cloud Computing immer mehr Unternehmen eine attraktive Option bei der Einführung entsprechender IT-Lösungen. In der Hybrid Cloud werden alle wichtigen, sicherheitsrelevanten Applikationen und Programme über eine Private Cloud betrieben. Benötigt ein Kunde zusätzliche Ressourcen – wie etwa bei Lastspitzen im Rahmen von Saisongeschäften – kann er diese bequem hinzubuchen und sobald er sie nicht mehr benötigt, wieder abbestellen. Die Bereitstellung dieser Services erfolgt über eine Public Cloud – vorausgesetzt es werden nur unkritische Funktionen und Daten ausgelagert. Der besondere Vorteil für den Kunde: Er zahlt – je nach Vertrag und Anbieter – nur die von ihm tatsächlich genutzten Kapazitäten.

Die Möglichkeiten einer Hybrid Cloud illustriert unser Video

Fazit – Keine Angst vor der Cloud

Laut Cloud-Monitor 2015 wird die Nutzung von Cloud Computing langsam aber stetig wachsen. Dabei setzen die Unternehmen verstärkt auf Private-Cloud-Lösungen mit einer klaren Tendenz hin zu Outsourcing-Modellen wie gemanagte oder gehostete Cloud-Lösungen von externen Dienstleistern.
Darüber hinaus werden Hybrid-Cloud-Konzepte zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Im Gegensatz zur Public Cloud: Sie wird im B2B-Bereich weiterhin ein Nischendasein führen.
Zusätzlich bedingt das Wachstum einen Anstieg der Zahl an Cloud-Anbietern. Laut Cloud-Monitor werden sich dabei die Dienstleister am Markt behaupten, die konkret auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen – beispielsweise durch den Ausbau ihrer Infrastruktur in deutschen statt in ausländischen Rechenzentren, um den Sicherheitsanforderungen der Unternehmen gerecht zu werden. Um das Wachstum anzukurbeln, kommt der Aufklärungsarbeit der Anbieter eine wichtige Rolle zuteil.
Denn die oftmals nicht gerechtfertigten Bedenken hinsichtlich Sicherheit, gesetzlicher Vorgaben, Compliance-Anforderungen und möglicher Hackerangriffe bremsen laut Bitkom Research das Vertrauen der Unternehmen in die Cloud-Technologie.

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