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Wie Unternehmen die passende Cloud-Lösung finden

Cloud im Unternehmen

Auf Cloud Computing basierende IT-Infrastrukturen gehören mittlerweile zum Standard. Kein Unternehmen kommt mehr an der Cloud oder einem entsprechenden IT-Mix vorbei. In der Folge steigt Anzahl Cloud-basierter IT-Lösungen in den Unternehmen kontinuierlich an. Die Vorteile gegenüber traditionellen Infrastrukturen überwiegen in Form von Kosteneinsparungen, geringer Kapitalbindung, hoher Daten- und Ausfallsicherheit. Dazu kommt oftmals die flexible Skalierbarkeit der Cloud-Services. Das bestätigt der Cloud-Monitor, den Bitkom erstellt hat. 2018 setzten demnach 66 Prozent der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing ein. Weitere 27 Prozent planten oder diskutierten den Einsatz.

Der Markt ist nach wie vor heiß umkämpft. Bei den Public-Cloud-Anbietern haben jedoch die Platzhirsche Amazon Web Service AWS, Microsoft Azure sowie Google Cloud Platform den Markt unter sich aufgeteilt. Hier stellt sich für Unternehmen nicht mehr so sehr die Frage nach dem passenden Provider, sondern im Mittelpunkt der Überlegungen steht die Wahl des richtigen Cloud-Konzepts. Dieser Artikel gibt Unternehmen einige Entscheidungshilfen an die Hand und stellt exemplarisch die Möglichkeiten und Stärken einer Hybrid Cloud dar.

Cloud ist nicht gleich Cloud

Sobald sich ein Unternehmen dafür entscheidet, eine Cloud-Lösung in der IT zu realisieren, hat es die Qual der Wahl: Es gibt nahezu so viele Cloud-Konzepte, wie es dafür Anbieter gibt. Die Entscheidungsfindung wird dadurch erschwert, dass viele Provider den Trend zum Cloud Computing ausschließlich gewinnbringend für sich selbst aufgreifen. Zum Beispiel werden Konzepte angeboten, die auf eine eigentlich lokale Softwarelösung aufsetzen. Damit treten die Bedürfnisse des Kunden in den Hintergrund. Für diesen ist ein solches Konzept in der Regel unsinnig. Erschwerend kommt hinzu, dass im Lieferumfang eines Internet-Providers häufig eine kostenlose Cloud-Lösung als unfreiwilliges Zusatzangebot enthalten ist. Dann muss sich Kunde mit der Anwendung auseinandersetzen, selbst wenn er sie gar nicht nutzt. Die neuen Zugangsdaten muss er jedenfalls sicher aufbewahren. Dazu kommt die Verfassung intransparenter Sicherheitskonzepte, die der Kunde weder zu verifizieren noch einzuschätzen vermag. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, bei der Evaluierung möglicher Cloud-Lösungen den Überblick zu behalten. Dabei kann bereits ein erster Vergleich zwischen den verschiedenen Bereitstellungsmodellen im Cloud Computing hilfreich sein.

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Welche Cloud-Formen gibt es?


In der Fachwelt hat sich die Definition der US-amerikanischen Standardisierungsstelle National Institute of Standards and Technology (NIST) durchgesetzt:
„Cloud computing is a model for enabling ubiquitous, convenient, on-demand network access to a shared pool of configurable computing resources (e.g., networks, servers, storage, applications, and services) that can be rapidly provisioned and released with minimal management effort or service provider interaction. This cloud model is composed of five essential characteristics, three service models, and four deployment models.“

Demnach wird Cloud Computing als ein Modell verstanden, das es erlaubt, bei Bedarf jederzeit und überall bequem über ein Netzwerk auf einen gemeinsam genutzten Pool von konfigurierbaren Rechnerressourcen (wie Netzwerke, Server, Speicher, Anwendungen und Dienste) zuzugreifen. Die Bereitstellung der Ressourcen erfolgt schnell und mit minimalem Managementaufwand oder geringer Serviceprovider-Interaktion. Das Cloud-Modell besteht insgesamt aus fünf wesentlichen Merkmalen, drei Service- und vier Bereitstellungsmodellen.

Laut BSI hat die Cloud Security Alliance (CSA), eine Non-Profit-Organisation zur Förderung der Erforschung von Best Practices zur Absicherung von Cloud Computing und zur Verwendung von Cloud-Technologien für Sicherheitszwecke, die Definition um drei weitere Eigenschaften ergänzt:

  1. Service orientierte Architektur
  2. Mandantenfähiges System
  3. Zahlung nach genutzter Leistung (Pay per Use Model)


Für eine einheitliche Begriffsbestimmung hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik für Cloud Computing zudem eine eigene Definition für das Cloud Computing festgelegt:
„Cloud Computing bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die Spannbreite der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistungen umfasst das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (Rechenleistung, Speicherplatz und so weiter), Plattformen und Software.“

NIST unterscheidet nach dem oben genannten Modell des Cloud Computing vier Cloud-Formen im Hinblick auf verschiedene Deployment-Modelle.

Visuelles Modell der Cloud-Computing-Definition von NIST

Die Private Cloud

Die private Cloud stellt für Unternehmen nach wie eine der wichtigsten Bereitstellungsformen dar. 2018 nutzte laut Cloud-Monitor knapp jedes zweite Unternehmen in Deutschland Private-Cloud-Computing. Der Vorteil des Modells liegt in der Gewährleistung höchstmöglicher Sicherheit: Entweder das Unternehmen betreibt die Cloud selbst oder es beauftragt einen Dienstleister, der für den Kunden einen festen Platz in seinem Serverpark einrichtet. Die Umgebung steht einzig und alleine diesem Kunden zur Verfügung, das heißt, alle seine Daten und Anwendungen befinden sich an diesem Ort. Die Private Cloud hat wenige Nachteile. Dazu zählen ein starres Konstrukt sowie geringe Flexibilität und Skalierbarkeit.

Kürzlich haben wir ein Kundenprojekt für einen großen Verlag umgesetzt, das für den Betrieb eines Webshops und einer E-Learning-Plattform auf eine Mischform aus Managed Hosting und Private Cloud setzt sowie zusätzlichen Bausteinen, die eine großflächige Automatisierung ermöglichen. Diese Infrastruktur ist von anderen Kunden abgeschottet. Da die Daten nur innerhalb der eigenen Infrastruktur gespeichert werden, herrscht dadurch ein hohes Datensicherheitsniveau. Trotzdem können virtuelle Maschinen flexibel gestartet, gestoppt oder eingesetzt werden. Zusätzlich sorgen eine dedizierte Firewall sowie eine 24/7-Überwachung der Infrastruktur für maximale Sicherheit und Stabilität.

Wie die Private Cloud funktioniert

Die Public Cloud

Im Gegensatz zur Private Cloud teilen sich bei einer Public-Cloud-Lösung mehrere Nutzende die gleichen Ressourcen eines Anbieters. Public-Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure offerieren ihr Angebot in der Regel in Form von standardisierten Diensten über das Internet. Der Zugriff auf den buchbaren Service-Umfang erfolgt schnell und einfach über den Browser. Ein Beispiel für Public-Cloud-Lösungen sind Dienste für Webmail oder die Google-Anwendungen. Hier nutzen beispielsweise alle Anwenderinnen und Anwender beim Zugriff auf den Google-Kalender dieselbe Infrastruktur. Das bedeutet, der Zugriff erfolgt auf eine öffentliche Anwendung, die sich viele Kunden teilen. Die Trennung der Daten der verschiedenen Kunden wird durch die Mandantenfähigkeit der Anwendung erreicht. Die Schwachstelle der Public Cloud stellt die gemeinsame Schnittstelle zur Anwendung selbst dar. Im Rahmen eines geschickten Angriffs könnten Hacker Zugang zu den Daten einzelner Nutzenden erhalten. In einer Private Cloud hingegen hätte der Kunde eine eigene Kalender-App. Diese wäre von außen nur schwer zu infiltrieren, da der Zugriff auf die Software nur legitimen Nutzern gewährt würde. Im Gegenzug bietet die Public Cloud die Vorteile, dass sie sehr flexibel ist und über eine hohe Skalierbarkeit verfügt. So lässt sich der Bedarf an zusätzlichem Speicherplatz oder neuen Apps per Mausklick hinzubuchen und wieder abbestellen.

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Um die verschiedenen Services besser zu verwalten und ein reibungsloses Funktionieren der Public Cloud zu gewährleisten, greifen viele Unternehmen auf die Unterstützung von Managed-Services-Anbietern wie Adacor zurück. Sowieso gestaltet sich der Aufbau eines solchen Prozesses für Unternehmen in der Regel als zu aufwändiges und teures Projekt. Externe Dienstleister bieten den Vorteil, dass sie die benötigten Expertinnen und Experten an Bord haben. Diese können Unternehmen bei der Konzeption, der Migration und dem erfolgreichen Betrieb der Anwendungen in der Cloud optimal unterstützen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Anbieter die erhältlichen Infrastructure as a Services (IaaS) und Platform as a Services (PaaS) regelmäßig erweitern und verbessern.

Für die meisten deutschen Unternehmen kommt eine reine Public-Cloud-Lösung allerdings noch nicht in Frage. Nach Angaben des Cloud-Monitors lag 2018 der Anteil der Public-Cloud-Nutzenden dann auch „nur“ bei 31 Prozent. Für die Private Cloud liegt dieser Wert mit 51 Prozent wesentlich höher.

Die Community Cloud

In einer Community Cloud teilen sich mehrere Kunden mit ähnlichen Interessen (wie Unternehmen aus der gleichen Branche oder Genossenschaften) eine Cloud-Infrastruktur. Die Plattform eignet sich außerdem für die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Firmen, ihren Kunden, Lieferanten und Partnern. Aus den jeweiligen Private Clouds entsteht eine Community Cloud, auf welche die Mitglieder der Community zugreifen.

Die Hybrid Cloud

Schaubild Funktionsweise Hybrid CloudDie Hybrid Cloud vereint die Vorteile der Private Cloud wie höchstmögliche Datensicherheit mit denen der Public Cloud (zum Beispiel hohe Skalierbarkeit). Deshalb bietet diese Form des Cloud Computing den meisten Unternehmen eine attraktive Option bei der Einführung einer cloudbasierten IT-Lösung. Alle wichtigen, sicherheitsrelevanten Applikationen und Programme werden über eine Private Cloud betrieben. Benötigt ein Kunde zusätzliche Ressourcen – wie etwa bei Lastspitzen im Rahmen von Saisongeschäften – kann er diese bequem hinzubuchen. Sobald er sie nicht mehr benötigt, kann er sie wieder abbestellen. Die Bereitstellung dieser Services erfolgt über eine Public Cloud – vorausgesetzt es werden nur unkritische Funktionen und Daten ausgelagert. Der besondere Vorteil für den Kunde: Er zahlt – je nach Vertrag und Anbieter – nur die von ihm tatsächlich genutzten Kapazitäten.

Die Möglichkeiten einer Hybrid Cloud illustriert unser Video

Fazit – Keine Angst vor der Cloud

Laut dem Cloud-Monitor vom letzten Jahr wächst die Nutzung von Cloud Computing stetig weiter. Inzwischen nutzen bereits zwei von drei Unternehmen in Deutschland in irgendeiner Art und Weise Cloud Computing. Eigene On-Premise-Lösungen im Rechenzentrum nehmen weiter ab, dafür setzen Unternehmen verstärkt auf Private-Cloud-Lösungen mit einer klaren Tendenz hin zu Outsourcing-Modellen wie gemanagte oder gehostete Cloud-Lösungen von externen Dienstleistern. Hybrid-Cloud-Konzepte nehmen weiter an Beliebtheit zu und werden zukünftig voraussichtlich zu Standard-Lösung im Rahmen des Cloud Computing werden. Immer mehr Unternehmen kombinieren unterschiedliche Cloud-Modelle. Sie haben erkannt, dass die Auswahl des passenden Cloud-Modells keine Grundsatzentscheidung ist, sondern je nach Anwendungsszenario immer wieder neu zu treffen ist. Mit einer hybriden Cloud-Lösungen und der passenden Unterstützung ist jedes Unternehmen agil und kann seine Business-Anforderungen effizient umsetzen.
Denn die oftmals nicht gerechtfertigten Bedenken hinsichtlich Sicherheit, gesetzlicher Vorgaben, Compliance-Anforderungen und möglicher Hackerangriffe bremsen laut Bitkom Research das Vertrauen der Unternehmen in die Cloud-Technologie.

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