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Exolink - Cloud, Hosting

Kostenvergleich: Inhouse vs Cloud

Eine Investitionsentscheidung für ein Cloud Produkt gegen die unternehmenseigene IT-Landschaft zu fällen – das klingt wie der „Vergleich von Äpfeln mit Birnen“. Da sich beide Modelle stark unterscheiden, sollten für die Entscheidung, welches System besser für die Bedürfnisse eines Unternehmens geeignet ist, nicht nur die Kosten, sondern auch Qualität und Leistung analysiert werden.

Aber zuerst zu den Kosten: Inhouse-Lösungen verursachen einmalige Anschaffungskosten, denn Unternehmen müssen in Infrastruktur und Software investieren. Zudem erfordern die Systeme zur Pflege und Überwachung den kontinuierlichen Einsatz von qualifiziertem Personal. Bei einer Cloud-Lösung hingegen verwandeln sich die fixen Kosten in variable Kosten. So treten an die Stelle einer langfristigen Kapitalbindung laufende Kosten, welche sich je nach Geschäftsverlauf anpassen lassen. Beispielsweise kann die Leistungsfähigkeit eines Onlineshop-Systems jederzeit automatisiert an die Kundennachfrage angepasst werden. Von Vorteil ist hier, dass die Kosten mit der Auslastung sowohl steigen als auch wieder sinken. Darüber hinaus entfällt die üblicherweise alle drei bis fünf Jahre stattfindende Aktualisierung der Hardware.

Mehr Flexibilität

Fakt ist, dass Unternehmen durch die Cloud erheblich an Flexibilität gewinnen. So dauert bei konventionellen IT-Projekten die Beschaffung eines Servers oft mehrere Wochen. In einer Cloud-Umgebung jedoch kann zusätzliche Serverleistung innerhalb von nur wenigen Stunden bereitgestellt werden. Bei einem höheren Bedarf lässt sich die entsprechende Serverkapazität automatisiert zuschalten, sodass Unternehmen auf interne und externe Anforderungen viel schneller reagieren können. Und die Kosten entstehen nur während der Benutzung der IT-Ressourcen (Pay-per-Use-Modell). Die Flexibilität von Cloud-Lösungen basiert auf der Kombination aus Infrastruktur-Elastizität und Skalierbarkeit. In einer Cloud-Infrastruktur sorgen bedarfsgerecht zuschaltbare virtuelle Maschinen (VMs) oder Container für die Elastizität. Hinzu kommt die freie Skalierbarkeit, die in vertikalen und horizontalen Varianten verfügbar ist.

Vertikale Skalierbarkeit

Von vertikaler Skalierbarkeit spricht man, wenn Anwendungen, die mehr Kapazitäten benötigen, zu einer größeren virtuellen Maschine transferiert werden oder wenn eine virtuelle Maschine für die entsprechende Anwendung vergrößert wird. Von der vertikalen Skalierbarkeit kann grundsätzlich jede Anwendung profitieren, allerdings erfordert diese Vorgehensweise in der Regel einen Neustart der Applikation oder der VM.

Horizontale Skalierbarkeit

Horizontale Skalierbarkeit bedeutet, dass mehr logische Einheiten verfügbar gemacht werden. Das geschieht zum Beispiel durch das Hinzufügen von weiteren VMs oder Containern. Im Gegensatz zur vertikalen Skalierung sind der horizontalen Skalierung keine hardwarebedingten Grenzen gesetzt. Die Effizienz der horizontalen Skalierbarkeit ist zudem stark von der implementierten Software abhängig. Nicht jede Software lässt sich gleich gut parallelisieren.

Cloud-taugliche Systemarchitektur

Hier wird deutlich: Eine Anwendung kann von den Vorzügen einer Cloud-Infrastruktur nur dann profitieren, wenn sie vollständig horizontal skalierbar ist. Es reicht nicht aus, lediglich eine bestehende Anwendung auf einer VM zu installieren. Das Anwendungsdesign und die Systemarchitektur müssen für den Cloud-Betrieb ausgelegt sein. Nur dann können sich Unternehmen den Effekt des „Pay per Use“ zunutze machen. Denn nur bei einer vollständigen dynamischen Skalierung, die ja durch das flexible Hinzufügen und wieder Entfernen von IT-Ressourcen entsteht, setzt der Effekt ein. Die Inhouse-Betriebskosten lassen sich mit den laufenden Kosten des Cloud-Modells gut vergleichen. Hierfür bieten sich gängige Zeiträume von Abschreibungen und Lebenszeiten von IT-Systemen als Hilfsmittel an. Die Gesamtkosten über den vollständigen Lebenszyklus können für beide Modelle bestimmt werden. Ein Vergleich ist somit relativ einfach möglich.

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Methode des Total Cost of Ownership (TCO)

Diese Kostenbetrachtung geschieht üblicherweise mittels des Ansatzes Total Cost of Ownership (TCO). TCO ist ein Konzept, das bei einer Investitionsentscheidung häufig zum Einsatz kommt. Anders als bei einem Smartphone oder einem anderen Verbraucherprodukt geschieht der Kostenvergleich hier nicht über das Preisschild. Für die Ermittlung von Vergleichswerten für IT-Infrastrukturen ist mehr als das erforderlich. Die Kosten für IT-Ressourcen untergliedern sich in „direkte Kosten“ (zum Beispiel Anschaffungskosten, Betriebskosten und Kosten für die Verwaltung) und „indirekte Kosten“ (zum Beispiel Entwicklungskosten, Trainingskosten und Kosten für entgangene Geschäftstätigkeiten).

Online rechnen und vergleichen

Die Cloud-Anbieter stellen für solche Analysen Rechenmodule zur Verfügung. Die Eingabemaske fragt ab, welche Services benötigt werden. Die Berechnung bezieht zudem die Laufzeit eines Projekts sowie den gewünschten Standort des Rechenzentrums mit ein. Microsoft bietet außerdem ein Tool an, das ein internes Netzwerk nach Servern scannt und diese Daten anschließend an den Rechner überträgt: das Microsoft Assessment and Planning Toolkit. Sicherlich sind die Ergebnisse der Cloud-Anbieter nicht immer hundertprozentig realistisch. Allerdings bieten sie eine gute Basis, die eine Anpassung der eigenen Werte und Berechnungsgrundlagen ermöglicht und den Vergleich einer Cloud-Lösung mit den bisherigen Inhouse-Kosten erleichtert.

Faktoren berücksichtigen

Nicht zuletzt sollten bei der Entscheidung, ob Inhouse-Projekte in Zukunft in die Cloud wandern sollen, auch weiche Faktoren Berücksichtigung finden. Eventuell gibt es Widerstände der eigenen Belegschaft gegenüber neuen Technologien. Oder ein erhöhter Migrationsaufwand lohnt sich, weil die Qualität durch vorgefertigte Design Patterns aus der Cloud erheblich gesteigert werden kann. Je mehr dieser Faktoren berücksichtigt werden, desto besser lässt sich im Einklang mit der Unternehmensstrategie eine Entscheidung herbeiführen.

Fazit

Beim Vergleich von Inhouse-Strukturen mit Cloud-Anwendungen spielen nicht nur Kosten, sondern auch Faktoren wie Qualität, Unternehmensstrategie oder Personalressourcen eine entscheidende Rolle. Des Weiteren trägt die horizontale Skalierbarkeit wesentlich dazu bei, die Flexibilität der Cloud kosteneffizient nutzen zu können. Nur wenige Inhouse-IT-Strukturen lassen sich 1:1 in die Cloud übertragen, Cloud-Strukturen erfordern vielmehr ein spezielles Anwendungsdesign. Zudem müssen in die Kostenanalyse direkte und indirekte Kosten einfließen. Den entsprechenden Vergleich erleichtern die verschiedenen Onlinerechner der Cloud-Anbieter.

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