Möglichkeiten & Stärken der Hybrid Cloud

Wenn es um die moderne IT-Infrastruktur geht, kommt man um die Cloud nicht mehr herum. Cloud-Computing liegt voll im Trend. Entsprechende Dienste sollen nach Expertenmeinung in den kommenden beiden Jahren um knapp 25 Prozent pro Jahr wachsen, wobei in Deutschland im letzten Jahr circa 6 Milliarden Euro mit Cloud-Computing umgesetzt wurden.

Fubktionsweise Hybride Cloud Doch Cloud ist nicht gleich Cloud, sondern es gibt nahezu so viele Cloudkonzepte, wie es Anbieter gibt. Jeder versucht irgendwie auf diesen Trend aufzuspringen, sei sein Konzept noch so unsinnig oder mit brachialer Gewalt zwanghaft auf eine eigentlich lokale Softwarelösung aufgesetzt.
Oft ist es daher weder für Geschäftskunden noch für Privatnutzer einfach, die richtige Lösung zu finden.
Insbesondere, weil man manchmal ungefragt eine kostenlose Cloud-Lösung z. B. des Internetproviders oder Smartphone-Anbieters aufs Auge gedrückt bekommt und dann wieder neue Zugangsdaten gut aufzubewahren hat. Da verliert man schnell den Durchblick und weiß nicht mehr in welchen Clouds man zu Hause ist und in welchen nicht.

Daher möchte ich im Folgenden etwas Licht ins Dunkel bringen und die Möglichkeiten und Stärken der Hybrid Cloud für Unternehmen vorstellen.

Die Möglichkeiten einer Hybrid Cloud illustriert unser Video:

Im Grunde genommen ist die Idee von der Cloud gar nicht so neu, wie man sie oft aus marketingtechnischen Gründen präsentiert. Sie beruht vielmehr auf den ursprünglichen Netzwerkkonzepten in Unternehmen. Mit diesen lassen sich Dateien auf zentralen Fileservern ablegen, damit sie für jeden Angestellten eines Teams oder gar unternehmensübergreifend zur Verfügung stehen. Prinzipiell kann man ein solches Konstrukt bereits als Vorgänger der ersten Private-Cloud-Ansätze bezeichnen, allerdings mit einigen Abstrichen.

So kann beispielsweise die ortsungebundene Verfügbarkeit der Daten und Applikationen außerhalb des eigenen Firmennetzes selten realisiert werden. Allein schon die schwierig umzusetzenden Sicherheitsmaßnahmen, die Fremdzugriff, Betriebsspionage oder Sabotage verhindern sollen, stellen oft eine zu große Herausforderung dar. Auch die Bandbreite mit der das Firmennetz an die öffentlichen Netze angeschlossen ist, reicht selten aus. Insbesondere bei kleinen mittelständischen Unternehmen, die aus Kostengründen oft nicht mehr als Standard-DSL-Bandbreiten zur Verfügung haben.

Daher ist es naheliegend für diese Aufgabe einen Dienstleiter zu wählen, der sich um alle diese Sicherheitskonzepte kümmert, eine entsprechende Bandbreite zu bieten hat und vor allem eine ständige Verfügbarkeit der Cloud garantieren kann.

Private, Public oder Hybrid Cloud?

Schaubild Funktionsweise hybride CloudIn der Regel werden zwei verschiedene Hauptkonzepte angeboten: Die Private Cloud und die Public Cloud. Dabei bietet die Private Cloud höchstmögliche Sicherheit, ist aber ein sehr starres Konstrukt und bietet manchen Anwendern zu wenig Flexibilität. So wird für den Kunden ein fester Platz im Serverpark des Anbieters eingerichtet und dieser steht einzig und alleine diesem Kunden zur Verfügung. Alle Daten und Anwendungen dieses Kunden befinden sich an diesem Ort.
Bei der Public Cloud hingegen wird zwar auch ein hoher Wert auf die Sicherheit gelegt, jedoch teilen sich eine Vielzahl von Nutzern die Ressourcen des Anbieters. Ein gutes Beispiel sind hier Webmailer oder etwa die Google- Anwendungen. So nutzen beispielsweise alle Anwender dieselbe „Google-Kalender“-App, allerdings jeder mit seinen eigenen Daten. Es erfolgt also ein Zugriff auf eine öffentliche Anwendung, die sich viele Kunden teilen und das Datenmaterial stammt aus dem sicheren Bereich jedes einzelnen Kunden. Eine große Schwachstelle stellt hier die gemeinsame Schnittstelle, die Anwendung selbst dar. Im Rahmen eines geschickten Angriffs könnten somit Hacker Zugang zu den Daten einzelner Nutzer erhalten. Auch sollte man bedenken, dass ein solcher bekannter Anbieter weit mehr Angriffen ausgesetzt ist, als kleinere eher lokale Anbieter. In einer Private Cloud hätte hier der Kunde seine eigene Kalender-App. Diese wäre von außerhalb schon einmal nicht so einfach zu erreichen, da bereits der Zugriff auf die App nur für legitime Nutzer gewährt wird und dieser allein dadurch schon schwerer zu infiltrieren ist. Im Gegenzug bietet die Public Cloud den Vorteil, dass sie schneller erweiterbar ist (hohe Skalierbarkeit), da man recht einfach neuen Speicherplatz oder neue Apps hinzukaufen kann und ebenso einfach auch wieder abbestellen kann.

Um die Vorteile aus diesen beiden Konzepten zu vereinen gibt es die Hybrid Cloud. Hier laufen alle wichtigen, hoch sicherheitsrelevanten Applikationen und Programme über eine Private Cloud und sobald der Kunde zusätzliche Ressourcen benötigt, wie etwa zu Saisonereignissen wie dem Weihnachtsgeschäft, können diese über die Public Cloud bequem hinzugebucht und später, sobald nicht mehr benötigt, wieder weggebucht werden. Dabei zahlt der Kunde, je nach Vertrag und Anbieter, nur die von ihm tatsächlich genutzten Kapazitäten.

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