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Adacor - Biz & Trends

So funktioniert Business Value Poker

Business Value Poker

In der agilen Softwareentwicklung stehen Product Owner regelmäßig vor der herausfordernden Frage: Was sollen unsere Softwareentwickler als Nächstes umsetzen? So auch bei uns. Für diese Entscheidung werden in der Regel verschiedene Kennzahlen benötigt, die letztendlich verdeutlichen, welchen Wertbeitrag das Feature für das zu entwickelnde Produkt leistet – oder anders ausgedrückt: welchen „Business Value“ es hat.
Mit „Business Value Poker“ steht Unternehmen eine spielerische Methode zur Verfügung, ein gemeinsames Verständnis und eine transparente Einschätzung des Business Value herbeizuführen. Bei Adacor fand im Dezember vergangenen Jahres das erste Business Value Poker mit allen relevanten Abteilungen statt, um über den Geschäftswert einzelner Features die kommenden Schritte der agilen Softwareentwicklung einschätzen und planen zu können. Die Pokerrunde war ein voller Erfolg. Business Value Poker ist seitdem bewährter Bestandteil der agilen Softwareentwicklung im Haus.

Stakeholder pokern um den Business Value

Die Pokerrunden, zu denen Stakeholder aus diversen Abteilungen in regelmäßi- gen Abständen zusammenkommen, moderiert der Product Owner. Bei Adacor sitzen dann Geschäftsführer, Team- und Abteilungsleiter oder gegebenenfalls ihre Vertretungen am Spieltisch. Zu Beginn jeder Pokerrunde stellt der Product Owner das zur Debatte stehende Feature kurz vor und beantwortet Rückfragen der Teilnehmer. Nach einer kurzen Bedenkzeit geben diese ihre Einschätzung zu dem Feature ab: Welchen Beitrag kann es zum Business Value leisten? Jedem Teilnehmer steht dafür ein Business-Value-Kartenset mit je acht Karten zur Verfügung. Die Karten symbolisieren Werte von 100 über 300 bis zu 3.000. Schließlich legen die Teilnehmer die Karte, die ihrer Einschätzung nach dem Business Value entspricht, verdeckt vor sich auf den Tisch.

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Anschließend werden alle Karten umgedreht, sodass die geschätzten Werte sichtbar werden. Liegen diese relativ nah beieinander, schreibt der Product Owner der Umsetzung den entsprechenden Wert zu. Weichen sie allerdings voneinander ab, wird eine Diskussionsrunde eröffnet. Dabei tragen vor allem Teilnehmer, deren Werte stark vom Durchschnitt abweichen, ihre Argumente vor. Auf der Basis des aktualisierten Wissens folgt eine neue Runde. In der Regel liegen die Werte nun enger zusammen, und der Business Value kann zugeschrieben werden. Sofern alle Teilnehmer einverstanden sind, bildet das Team alternativ der Einfachheit halber einen Mittelwert aus allen Schätzungen. Anschließend beginnt der Ablauf mit dem nächsten Feature von Neuem.

Wertvolle Kennzahlen erleichtern die Entscheidung

Steht der Geschäftswert eines Features fest, lässt er sich mit den verschiedenen anderen Kennzahlen ins Verhältnis setzen, um die Amortisation des Features zu bestimmen. Das sind zum Beispiel der geschätzte Aufwand, der er- wartete Umsatz oder die voraussichtliche Kostenreduktion.
Doch nicht nur das: Die Praxis hat gezeigt, dass die bei den Pokerrunden entstehende Diskussion unter den Stakeholdern sehr wertvolle Informationen für alle Beteiligten liefert. Die verschiedenen Ansichten und Anforderungen werden offensichtlich. So verfügen alle Abteilungen nun über das Wissen, in welche Richtung sich die Software weiterentwickeln wird. Insgesamt erhöht sich dadurch die Transparenz der Priorisierung: Jedem Teilnehmer wird klar, warum das Feature für das Unternehmen entsprechend wertvoll ist und priorisiert wird.

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