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SAP Commerce mit Kubernetes und Kyma betreiben

Zuletzt aktualisiert am 24. November 2020

SAP® Commerce (ehemals SAP® Hybris Commerce) zählt zu den führenden digitalen Handelsplattformen im B2B- und B2C-Bereich. Adacor betreut seit vielen Jahren Unternehmen, die Systeme von SAP nutzen. Für SAP Commerce bieten wir gemanagte Services, mit denen unsere Kunden die E-Commerce-Plattform flexibel und skalierbar betreiben können – inklusive der Erweiterung mit Kubernetes und Kyma.

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Die gemanagte Lösung von Adacor basiert auf der Verknüpfung von SAP Commerce mit Kubernetes, einer der führenden Plattformen zum Orchestrieren von Containern. Damit lassen sich Deployments von IT-Diensten extrem effizient, flexibel und schnell umsetzen.

SAP Commerce verbunden mit Kyma und Kubernetes

Der Adacor-Service Managed Kubernetes ermöglicht einen sicheren und schnellen Einstieg in containerbasierte Anwendungen. Die Integration von Microservices über den gemanagten Kubernetes Cluster in eine SAP-Commerce-Plattform hat für Unternehmen den Vorteil, dass sie unabhängige Deployments durchführen können und nicht mehr von den SAP-Release-Zyklen abhängig sind. Zusätzlich kann mit der Lösung eine von SAP unabhängige Skalierung einzelner Microservices erreicht werden. Die Verknüpfung von Kubernetes mit der SAP-Commerce-Plattform funktioniert mit Kyma, einem Metasystem zur Verwaltung von Kubernetes-Clustern.


Was ist Kyma?

Kyma ist ein Open-Source-Projekt, welches auf Kubernetes aufbaut. Durch die Zusammenführung zahlreicher Softwareprojekte für Authentifizierung, Protokollierung, Eventing, Alarmierung, Ablaufverfolgung und vieles mehr ist ein System entstanden, das sich an monolithische Softwarelösungen andocken lässt. Das Projekt wurde von SAP ins Leben gerufen, ist aber der Open-Source-Gemeinschaft gespendet worden.

Kyma rückt weniger die Infrastruktur, sondern mehr Code und Business-Logik in den Vordergrund und bietet aktuell die beste Lösung zur Anbindung von externen Services an SAP Commerce. Die Services laufen in einem von Kyma verwalteten Kubernetes-Cluster. So entsteht eine Basis für performante Applikationen in der Cloud, um SAP Commerce komfortabel und agil auf einer dezentralen Plattform zu erweitern. Kyma reagiert über eine API-Schnittstelle auf Veränderungen in SAP Commerce und startet dann die extern verknüpften Microservices.

Sie möchten mehr zu Kyma erfahren? Dann bietet Ihnen die Kyma-Projektseite weiteren Lesestoff. 

Der Betrieb der Plattform für den Handelsverkehr von SAP lässt sich mit Kyma und Kubernetes optimieren.

Deployments unabhängig von SAP-Release-Zyklen möglich

Im Umfeld des Unternehmensinformationssystems SAP erfolgt die Einspielung neuer Softwareversionen in der Regel halbjährlich. Unternehmen, die SAP-Systeme nutzen, sind von diesem Turnus abgängig und können lediglich zweimal im Jahr neue Funktionalitäten live stellen. SAP Commerce ist ein System, das speziell von Anwendern aus dem lebendigen B2C-Umfeld genutzt wird – ein Umfeld, das sich von der „großen“ SAP-Enterprise-Lösung mehr und mehr entkoppelt und extrem kurzen Lebenszyklen ausgesetzt ist. Selbst im B2B-Sektor, in dem eine engere Verbindung zum SAP-Backend besteht, wird der Bedarf an mehr Flexibilität größer.

Die enge Kopplung von SAP Commerce an die SAP-Unternehmenslösungen kann Unternehmen lähmen, weil sie nicht schnell genug auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren können. Agile Prozesse, die es erfordern, in der Entwicklung befindliche Features in das System einzubinden oder Funktionalitäten bei Bedarf an- oder abzuschalten, können nicht in der Architektur abgebildet werden. Solche Prozesse sind weiterhin an die Release-Zyklen von SAP Commerce gebunden und diese betragen trotz der Möglichkeit zur Continuous Integration zu lange, um volatile E-Commerce-Abläufe abzubilden.

Flexibler Betrieb von SAP Commerce in der gemanagten Cloud

Adacor erreicht durch den Einsatz von Kyma – einer Plattform zur Erweiterung von Anwendungen mit serverlosen Funktionen und Microservices – die gewünschte Flexibilität für die Kunden. Während die Container-Orchestrierung via Kubernetes anforderungsgerechte Performance gewährleistet, legt sich Kyma wie ein Mantel über Kubernetes und ermöglicht eine Out-of-the-box-Integration von Microservices in SAP Commerce.

So können E-Shops zum Beispiel an Verkaufstagen wie Black Friday oder Green Wednesday ihre Serverleistungen flexibel hochfahren. Rechenleistungen, die benötigt werden, um Bewertungsabfragen direkt in einen Angebotsalgorithmus umzusetzen, können automatisch erweitert werden. „Wer A gekauft hat, hat auch B gekauft …” In Sekundenschnelle – und nicht statisch einmal in der Woche – startet das automatische Marketing. Durch das Cloud-Management mit Kyma können Funktionalitäten on demand – entkoppelt – von der SAP-Commerce-Plattform und dem SAP ERP Backend umgesetzt werden. Der große Vorteil dabei: Externe Services müssen nicht mehr im SAP-Commerce-Plattform-Code eingebettet werden. Kyma ist das intelligente Verbindungsglied zwischen flexiblen Containerlösungen und der leistungsstarken SAP-Commerce-Lösung.

Fazit: Kyma und Kubernetes optimieren SAP Commerce

SAP Commerce mit Kyma und Kubernetes in einer gemanagten Cloud machen IT-Projekte von Unternehmen unabhängig und flexibel: Entwicklungsabteilungen sind frei in der Wahl der Technologien und Programmiersprachen. Sie können direkt auf die Anforderungen ihres Marktsegments reagieren und sind nicht mehr vom SAP-Release-Zyklus abhängig. Als Open-Source-Produkt wird Kyma laufend weiterentwickelt. Entwickler haben die Chance, Erkenntnisse aus dem eigenen Unternehmensumfeld einzubringen.

Unternehmen genießen den Vorteil, ihre E-Commerce-Anwendungen zentral verwalten zu können, ohne auf Skalierbarkeit oder die bedarfsgerechte Anbindung neuer Services verzichten zu müssen. Durch die Entkopplung der Microservices vom SAP Backend wird die Update-Fähigkeit für einzelne Services unabhängig von allen anderen Services stark erhöht.

Während SAP eine leistungsfähige Omnichannel-Commerce-Lösung mit all ihren Vorteilen liefert, ermöglicht der Einsatz von Kubernetes und Kyma in der Managed Cloud unabhängige Releases und bedarfsabhängige Skalierung.

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