Förderung der Medienkompetenz von Schülern

Die ADACOR Hosting GmbH engagiert sich bereits seit Jahren im Umweltschutz, macht sich für familienfreundliche Unternehmensführung stark und unterstützt diverse soziale Projekte. Nun wurde mit Medienmonster ein eigenes Projekt zur Verbesserung der Medienkompetenz von Schülern ins Leben gerufen.

Kind mit MedienMonster HomepageDenn ADACOR möchte nachhaltig etwas bewirken und einen Beitrag leisten, wenn es darum geht, Kindern den sicheren, kreativen und produktiven Umgang mit Medien zu vermitteln.

Das Medienmonster-Projekt soll zukünftig helfen, Kinder und Jugendliche an den konstruktiven Umgang mit digitalen Medien heranzuführen.

Wie genau? Davon berichtet dieser Beitrag.

Die Idee für das Projekt entstand vor dem Hintergrund einer für ADACOR ganz realen Problematik. Und zwar konnten wir im Zusammenhang mit den Bewerbungsverfahren für die Ausbildungsplätze in unserem Unternehmen bei den Bewerbern teilweise signifikante Unterschiede im Umgang mit digitalen Medien feststellen.

„Wir beobachten dies schon seit einiger Zeit. Es bewerben sich bei uns junge und motivierte Menschen auf Ausbildungsstellen zum Fachinformatiker, denen aber gleichzeitig grundlegende Kenntnisse über digitale Medien und internetbasierte Kommunikation fehlen. Andere wiederum glänzen mit umfangreichen Vorkenntnissen. Wir haben uns gefragt, warum das so ist, und nach einem Ansatzpunkt gesucht, dieser Diskrepanz im Rahmen unserer Möglichkeiten entgegenzuwirken“, erläutert Andreas Bachmann, CIO und Geschäftsführer von ADACOR, die Entstehung des Projekts.
„Da wir selbst ein Ausbildungsbetrieb sind, der im Bereich Medien Internet zu Hause ist, bietet es sich an, ein Medienprojekt in diese Richtung aufzusetzen und Schülern frühzeitig auf spielerische Art und Weise den sicheren und kreativen Umgang mit Medien zu vermitteln“, ergänzt Thomas Wittbecker, CEO des Unternehmens, die Beweggründe für das gesellschaftliche Engagement von ADACOR. „So können wir von unserem Erfolg etwas zurückgeben.“

Chancengleichheit – für viele Kinder besteht die nur auf dem Papier

In einem ersten Schritt legt ADACOR den Fokus auf den Essener Norden, fährt Thomas Wittbecker fort. Hier leben besonders viele sozial schwache Familien. Und die Bildungschancen von Kindern hängen in starkem Maße von der sozialen Herkunft und ihrem Wohnort ab. Zu diesen Ergebnissen kommt u. a. auch der Chancenspiegel. Ein Gemeinschaftsprojekt der Bertelsmann Stiftung, des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund und des Instituts für Erziehungswissenschaft (IfE) der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das untersucht, wie gerecht die Schulsysteme in Deutschland sind.

Wenn der spätere Lebensweg zu großen Teilen durch die soziale Herkunft und das Elternhaus vorgegeben ist, muss die Gesellschaft Wege finden, auch Kinder zu fördern, die nicht das Glück haben, die notwendige Unterstützung aus der Familie zu bekommen. Hierin sind sich die Geschäftsführer von ADACOR einig. Denn für sozial schwächer gestellte Kinder besteht die gern zitierte Chancengleichheit meist nur auf dem Papier. Und das nicht nur, weil unsere Schulen zurzeit nicht über ausreichend personelle und finanzielle Mittel verfügen. Auch das vergleichsweise frühe Auswahlverfahren nach dem Abschluss der vierten Klasse tut sein Übriges hinzu. Ein Kind mit Migrationshintergrund, das vielleicht noch etwas mit der deutschen Sprache hadert, weil die Eltern mit ihm Zuhause eine andere Sprache sprechen, hat nur vier Jahre Zeit, um mit hier aufgewachsenen und kontinuierlich geförderten Mittelstandskindern aufzuschließen. Am Ende der Grundschulzeit wird entschieden, ob das Kind zukünftig ein Gymnasium, eine Realschule oder eine Hauptschule besuchen wird. Viele Kinder fallen bereits hier durch das Bewertungsraster. Individuelle Situation hin oder her.

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Der Umgang mit digitalen Medien ist heutzutage eine Schlüsselqualifikation

Monster hüpfen auf Smartphone„Wir glauben, dass der aktive und kreative Umgang mit digitalen und sozialen Medien eine Schlüsselqualifikation für den Erfolg in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft ist und sich dieser Trend noch verstärken wird. Selbst Berufsbilder, die heute nicht mit digitalen Medien assoziiert werden, wie Schreiner, Maler oder andere Handwerksberufe, arbeiten vermehrt mit digitalen Hilfsmitteln. Unser Schreiner fotografiert vor Ort die Gegebenheiten mit dem iPhone, vermisst elektronisch, nutzt für komplexere Entwürfe ein einfaches CAD-Programm, bewirbt sich auf Onlineportalen um Ausschreibungen und die ganze Kommunikation geht über E-Mail“, erklärt Thomas Wittbecker den Einfluss, den digitale Medien auf unser Berufsleben haben.

Der Umgang mit Medien fängt bei Kindern heutzutage bereits früh an, ist aber vor allem in sozial schwachen Familien selten von den Eltern begleitet und in der Regel auf den reinen passiven Konsum ausgelegt. Deshalb hat ADACOR sich entschieden, ein Projekt zur Verbesserung der Medienkompetenz von Schülern und Schülerinnen ins Leben zu rufen. Als erster Partner konnte die Jungendhilfe Essen für das Projekt gewonnen werden.

Das Pilotprojekt: Eine Medien-AG im offenen Ganztag von Essener Grundschulen

In Kooperation mit der Jungendhilfe Essen hat ADACOR im Rahmen des offenen Ganztages ein Projekt geschaffen, in dem Kindern der 3. und 4. Klasse spielerisch der kreative Umgang mit Smartphones, Tablets, Computern, Video, Audio, Musik, Bildgestaltung usw. nahe gebracht wird. Im offenen Ganztag in Essen gestalten aktuell rund 200 Erzieher in 178 Gruppen eine sinnvolle Nachmittagsbetreuung für rund 4.000 Kinder. In Zusammenarbeit mit Lehrern und einer Vielzahl freier Mitarbeiter umfasst das Angebot u. a. Hausaufgabenbetreuung, Lernzeit mit individueller Förderung, sportliche Aktivitäten, Musik sowie Kreativ- und Bastelangebote.

Marc Velten Projektleiter MedienmonsterUm ein derartiges Projekt erfolgreich realisieren, entsprechend aufbauen und kontinuierlich betreuen zu können, hat ADACOR eigens für dieses Vorhaben eine Vollzeitstelle geschaffen und Marc Velten eingestellt. Seit Herbst letzten Jahres bietet er nun im Essener Norden an einer ersten Grundschule im Auftrag der ADACOR eine Medien-AG an, die Medienmonster-AG. Im Vorfeld wurde hierzu in Abstimmung mit den Pädagogen der Jugendhilfe ein Hörspiel zur praktischen Umsetzung mit den Schülern entwickelt. Am Ende soll ein Produkt stehen, auf das die Kinder stolz sind und das sie ihren Freunden und Eltern zeigen können. Sich für unterschiedliche Themen zu begeistern und Vertrauen in die eigenen Stärken zu entwickeln, ist für Heranwachsende von zentraler Bedeutung.

Erstes Hörspiel fertiggestellt

Das Hörspiel wurde dann zum Ende des Schuljahrs von Grundschülern der Bodelschwinghschule, einer städtischen Gemeinschaftsgrundschule in Essen, fertiggestellt und lässt sich auf der Webseite der MedienMonster kostenlos herunterladen.

Video mit Meeresrauschen – wie Kinder Geräusche selber machen

Hörspiele leben u. a. von möglichst realistischen Sound-Elementen. Deshalb produzieren die Kinder alle für das Hörspiel benötigten Geräusche selbst. Das Video zeigt, wie man den Klang des Meeresrauschen erzeugt. Dazu braucht man nur ein Kissen und zwei Bürsten…

Die Medienmonster sind los!

„Im Rahmen der Medien-AG wollen wir den Kindern die Möglichkeit bieten, verschiedene Kompetenzen und Fähigkeiten zu entwickeln und sich auf unterschiedlichen Ebenen mit digitalen Medien zu beschäftigen“, erläutert Thomas Wittbecker die Idee, eine Hörspielreihe mit den Kindern umzusetzen. Mit folgenden Fragestellungen setzen sich die Kinder im Rahmen des Projekts bewusst auseinander.

  • Wie erzähle ich eine gute Geschichte?
  • Wie und wo kann ich Geräusche z. B. mit meinem Handy aufnehmen?
  • Was benötige ich, um Dialoge sprechen und aufnehmen zu können?
  • Wie kann ich analoge Informationen mit Hilfe des Computers digitalisieren?
  • Wodurch gelingt es, fiktionale Welten gezielt zum Leben zu erwecken und welchen Beitrag leistet die Dramaturgie dazu?
  • Welche digitalen Vertriebswege und Möglichkeiten der Verbreitung und Vervielfältigung gibt es für das Hörspiel?
  • Inwiefern müssen Urheberrecht und Datenschutz berücksichtigt werden?

Begleitet wird das Projekt mit kleinen Videos, die den Projektfortschritt zeigen und den Kindern darüber hinaus die Gelegenheit geben, Erfahrungen mit dem Medium Video und entsprechenden Plattformen wie z. B. YouTube oder Facebook zu machen. Wichtig ist ADACOR in diesem Kontext vor allem die eigenständige und aktive Mitarbeit der Kinder. Der kreative und produktive Umgang mit Medien soll unterstützt und eine rein passive Konsumentenrolle vermieden werden.

Die konkreten Ziele des Projekts sind:

  • Die Kritikfähigkeit der Kinder bei der Nutzung von digitalen und sozialen Medien zu entwickeln.
  • Konstruktive Einsatzmöglichkeiten für digitale Medien im Alltag oder in der Freizeit zu schaffen bzw. gemeinsam mit den Kindern zu entdecken.
  • Die technischen Möglichkeiten von digitalen Geräten zu vermitteln.
  • Die Kreativität der Kinder zu fördern sowie Talente individuell entwickeln zu helfen.

Die Erzieher und Erzieherinnen der Jugendhilfe Essen werden außerdem dabei unterstützt, die Medienarbeit mit den Kindern an weiteren Schulen eigenständig fortzuführen. Auf Basis der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt wird das konkrete Kursangebot für weitere Schulen konzipiert werden. Jochen Drewitz, Geschäftsführer der Jungendhilfe Essen, ist voller Tatendrang und freut sich sehr über das Engagement der ADACOR: „Ein solches Projekt ist auch für uns neu und wir sind gespannt, wie sich die konkrete Zusammenarbeit entwickeln wird.“ Und wer weiß, vielleicht werden ja auch andere Unternehmen auf das Projekt aufmerksam und möchten sich ebenfalls einbringen.

ADACOR hat sich in jedem Fall entschieden, einen Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz bei Kindern zu leisten. Jetzt sind die Geschäftsführer gespannt, wie sich das Vorhaben weiterentwickeln wird und ob es gelingt, weitere Partner für das Projekt zu gewinnen. In jedem Fall sind in Essen aufgrund des neuen Projekts bereits jetzt die Medienmonster los!

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