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Ein Beitrag von Adacor

Corporate Social Responsibility im Unternehmen

CSR geht einfachCorporate Social Responsibility (CSR) ist heutzutage in aller Munde. Doch jeder fängt dabei mal klein mit der Umsetzung an.

Insbesondere Großunternehmen setzen CSR gezielt ein, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) tun sich hingegen oftmals noch schwer damit, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung fest in ihre Unternehmensphilosophie und -prozesse zu integrieren.

In meinem Beitrag beschreibe ich, wie sich das Konzept mit einigen einfach umzusetzenden Ideen im Unternehmen mit Leben füllen lässt.

Häufig werden fehlende finanzielle und personelle Ressourcen als Grund dafür angeführt, bisher nicht aktiv geworden zu sein. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Return on Investment bei Maßnahmen zur Nachhaltigkeit nicht eins zu eins in Euro beziffern lässt, wie das zum Beispiel bei klassischen Marketingmaßnahmen der Fall ist.

Das Leben von ethischen Werten, der damit einhergehende Imagegewinn und eine hohe Mitarbeiterloyalität lassen sich nur bedingt in Euro abbilden, bedeuten aber dennoch für jedes Unternehmen einen Zugewinn.

Wie aber können auch KMU den Begriff Corporate Social Responsibility für sich mit Leben füllen? Es ist viel leichter, als oft angenommen wird. Schließlich handelt es sich um ein extrem skalierbares Prinzip, das zahlreiche Möglichkeiten zur Implementierung bietet.

Klassische Themen sind beispielsweise Gesundheit am Arbeitsplatz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Gesundheit am Arbeitsplatz

Es gibt viele Möglichkeiten, den Mitarbeitern im Unternehmen das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz näherzubringen. Dazu ist nicht gleich die Beauftragung eines Personal Trainers erforderlich.
Denkbar ist zum Beispiel die Überprüfung der Arbeitsplätze unter ergonomischen Gesichtspunkten. Damit verbunden sein könnte unter anderem die Installation eines Bildschirmschoners mit kleinen Entspannungs- und Ausgleichsübungen für die überwiegend sitzende Tätigkeit im Büro. Auch das simple Aufstellen von Wasserspendern kann ein erster Schritt sein. Denn oftmals trinken Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu wenig Wasser oder überwiegend Kaffee. Spender mit Leitungswasseranschluss sind schon für etwa 1.000 Euro erhältlich. Lediglich die Kosten für die regelmäßige Reinigung und Wartung kämen hinzu sowie die Kosten für das Wasser selbst, die im Falle eines Wasserspenders mit Leitungsanschluss aber verschwindend gering sind.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der steuerfreie Kindergartenzuschuss ist für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber gleichermaßen attraktiv. Denn beide Seiten sparen Steuern und Sozialabgaben. Der Kindergartenzuschuss bietet für Arbeitgeber vor allem deshalb einen hohen Anreiz, weil sich diese Kosten vergleichsweise gut kalkulieren lassen. Sie sind zum einen auf drei Jahre limitiert. Zum anderen betreffen sie nur Mitarbeiter mit Kindern. Der Betrag kann im Rahmen der Gehaltsabrechnung im Sinne der Brutto-gleich-Netto-Formel an sie durchgereicht werden. Was bedeutet das konkret? Wer zum Beispiel 2.500 Euro brutto im Monat verdient und eine Gehaltserhöhung von 100 Euro aushandelt, der muss auf diese 100 Euro Steuern und Sozialabgaben zahlen. Je nach Steuerklasse bleiben von der Lohnerhöhung netto lediglich zwischen 40 und 60 Euro übrig. Bezuschusst der Arbeitgeber hingegen die Kindergartenkosten mit 100 Euro im Monat, dann erhält der Arbeitnehmer diese 100 Euro netto. Er muss seinem Arbeitgeber lediglich den Verwendungsnachweis erbringen. Die genaue Höhe des Zuschusses kann mit dem Arbeitgeber frei verhandelt werden. Nach oben gibt es nur eine Grenze: den vollen Betrag für die jeweilige Betreuungseinrichtung.

Think green – der Umwelt zuliebe

Neben dem Bezug von Ökostrom können Unternehmen auch mittels CO2-Kompensation beginnen, ihren sogenannten CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Bei der CO2-Kompensation wird angestrebt, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der hierzulande nicht vermieden werden kann, an einem anderen Ort der Welt zu verhindern. Die Organisation Atmosfair nutzt beispielsweise Spenden, um weltweit Klimaschutzprojekte umzusetzen, die für eine entsprechende Reduzierung von CO2 sorgen. Für die Kompensation eines Hin- und Rückfluges von Frankfurt nach München berechnet Atmosfair beispielsweise zehn Euro.

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Der UN Global Compact als Richtschnur

Einen guten Leitfaden für Unternehmen, die erste Schritte in Sachen Nachhaltigkeit gehen wollen, bietet der UN Global Compact mit seinen zehn Prinzipien. Teilnehmende Unternehmen verpflichten sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und der Einhaltung und Förderung der Grundprinzipien hinsichtlich der Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung. Wie diese Prinzipien jeweils mit Leben gefüllt werden, ist den Unternehmen freigestellt.
Hier gibt es keine Vorgaben und jedes Unternehmen kann individuelle Lösungen erarbeiten. Die entsprechenden Maßnahmen sind in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht zu dokumentieren. Die Anforderungen an den Bericht – obligatorisch sind beispielsweise der Brief des Geschäftsführers mit Bekenntnis zu den zehn Prinzipien, die Beschreibung der im laufenden Jahr durchgeführten Maßnahmen, die Erfolgsmessung sowie ein Ausblick auf die geplanten Maßnahmen im kommenden Jahr – helfen bei der strukturierten Annäherung an das Thema Nachhaltigkeit und beim Schreiben eines ersten dazugehörigen Berichts.

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