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28. Juli 2021 von Andreas Bachmann

Wie funktioniert ein Content Delivery Network?

Der Traffic von Daten steigt mit zunehmender Zahl an weltweiten Usern, mobilem Endgeräten und neuen Technologien — das stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Kunden erwarten, dass Inhalte zuverlässig und mit kurzen Ladezeiten übertragen werden. Eine Lösung bietet ein Content Delivery Network (CDN). Es sorgt für eine hochskalierende Lastverteilung und ein weltweites Netzwerk. Doch wie funktioniert ein CDN und welche Vorteile bringt der Einsatz?

Ein Content Delivery Network ist ein weltumspannendes Netzwerk und besteht aus Tausenden Knotenpunkten und Zehntausenden über das Internet verbundenen Servern. Synonym wird der Begriff Content Distribution Network verwendet. Die Auslieferung von Medieninhalten erfolgt auf IP-Basis schnell, einfach und zuverlässig. Die Daten werden mittels Caching permanent im Internet vorgehalten.

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Ruft ein Nutzer die Webinhalte beispielsweise als Videoclip ab, wird die Datei vom Server mit der kürzesten Antwortzeit ausgeliefert. Dies geschieht unabhängig vom Standort, der Internetanbindung oder dem Endgerät, mit dem er sich ins Netz eingewählt hat. Die CDN-Knoten sind auf viele Orte verteilt und oft auf vielen Backbones verfügbar. Ausgeklügelte Schutzmechanismen sorgen für die höchste Sicherheit der sensiblen Digital Assets.

Funktionsweise eines CDN

Das CDN besteht aus einem Ursprungsserver (Originserver), auf dem die zu verteilenden Inhalte ablegt werden und vielen Replica-Servern, welche die Kopien der Inhalte vorhalten. Zusätzlicher Bestandteil ist ein Distributionssystem, welches die Inhalte auf den Replica-Servern verteilt. Für die Umleitung der Nutzeranfragen auf die einzelnen Replica-Server sorgt ein Request-Routing-System. Nachdem ein Client eine Anfrage an das Content Delivery Network gesendet hat, wählt das Request-Routing-System den geeigneten Replica-Server aus. Bei der Auswahl bezieht es Kennzahlen über deren aktuelle Belastung (CPU-Auslastung, Menge der aktiven Verbindungen etc.) und über die Netzwerkverbindung zwischen dem anfragenden System und dem Server mit ein. Ist der Server ausgewählt, wird die Nutzeranfrage entsprechend umgeleitet.

Vorteile eines Content Delivery Network

  • Weltweit schnelle Ladezeiten
  • Hohe Ausfallsicherheit
  • Optimale globale Lastverteilung

Egal von wo aus und wie viele Besucher die Seite aufrufen, sie ist immer hochverfügbar – ohne dass man eine eigene Infrastruktur für diese Last ausbauen müsste. Durch die Konfigurationsvielfalt kann der Seitenbetreiber individuell festlegen, welche Bereiche er in das CDN auslagert und welche Inhalte er wie gewohnt über den Webserver ausliefert. Er bestimmt, für welche Zeit er die Daten im Cache speichert, welche Dateitypen er auslagert oder ob er neben statischen Inhalten (wie Bilder, Videos) dynamische Bestandteile wie News-Seiten oder Social-Media-Inhalte einbindet. In der Praxis werden meist nur statische Inhalte ausgelagert, da diese sich seltener ändern. Es ist auch eine Whole-Site-Delivery möglich, bei der statische und dynamische Inhalte über CDN ausgeliefert werden können.

Das Content Delivery Network von Adacor ist Bestandteil der Managed Cloud Services und ein virtuelles Spitzenprodukt, das flexible Lösungen für anspruchsvolle Kundenanforderungen verspricht. Die innovative Technologie lässt sich immer dort einsetzen, wo sie am besten passt. Sie hilft IT-Infrastrukturen zu optimieren und Kosten zu sparen.

Die Funktionsweise von Content Delivery Networks im Video

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Datensicherheit bei Auslagerung ins Content Delivery Network

Der Betreiber einer Internetseite entscheidet nicht nur, welche Inhalte er in das Content Delivery Network auslagert, er bestimmt auch den Zeitpunkt, an dem er die Daten wieder daraus entfernt. Zudem ist der Cache nicht persistent und löscht sich in regelmäßigen Abständen automatisch selbst. Mit anderen Worten: Auch wenn man Daten weltweit über ein CDN verteilt, bedeutet das nicht, dass diese dort nicht sicher sind oder der Inhaber keine Kontrolle mehr über sie hat. Verschiedene Sicherheitsmechanismen stehen zur Verfügung. Das Content Delivery Network kann sogar für interne und private Inhalte genutzt werden oder nur einem bestimmten Nutzerkreis zugänglich sein. Für solche Fälle bieten Token die beste Möglichkeit zur Authentifizierung. Das Token wird mit einem der Applikation, die den Link einbindet, bekannten Algorithmus erstellt und hat eine festgelegte Gültigkeitsdauer.

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Wann sollten Unternehmen ein CDN einsetzen?

Ein CDN eignet sich besonders für diese beiden Szenarien:


1. Content Delivery Network aus Gründen der Lastverteilung

  • Bei hohen oder schwankenden Zugriffszahlen
  • Bei vielen statischen Assets wie Bilder oder Downloads
  • Als Skalierungstool bei der Private Cloud
  • Zur Performance-Optimierung

2. Content Delivery Network für Unternehmen mit internationaler Reichweite

  • Bei hohen globalen Zugriffen ohne entsprechende regionale Server, um die Antwortzeiten zu verringern.

Fazit: CDN bietet optimalen Zugriff auf Websites

Mithilfe eines Content Delivery Network stellen Unternehmen sicher, dass ihre Kunden und Interessenten unabhängig von ihrem Standort optimalen Zugriff auf Websites und digitale Inhalte erhalten. Das CDN sorgt für schnelle Ladezeiten und garantiert eine hohe Ausfallsicherheit, gleichzeitig wird der firmeneigene Server entlastet. Unterstützung erhalten Unternehmen von Cloud- und Hosting- Dienstleistern, an die ein CDN-Management ausgelagert werden kann.

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