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Registrare und Registries – So werden Top Level Domains verwaltet

Das Domain Management ist eng verknüpft mit den verschiedenen Akteuren, die dafür sorgen, dass die Verwaltung reibungslos funktioniert. Adacor bietet flexible Full-Service-Lösungen im Domain Management an und entlastet damit Unternehmen. Wer aber sind die anderen Dienstleister, die im Hintergrund agieren – wie die Registries und Registrare? Dieser Artikel gibt einen Einblick in die Arbeit und Aufgaben dieser Akteure.

Laut einer Studie von ARD/ZDF haben vergangenes Jahr knapp 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland das Internet genutzt. Beim Surfen durch das Web verlassen sich die meisten User auf die technische Infrastruktur im Backend, die zu funktionieren hat. Wenige wissen, wer für die Aufrechterhaltung des Netzes auf oberster Ebene verantwortlich ist. Bei Problemen beim Aufruf einer Webseite liegt der Fehler beim Webserver des Seitenbetreibers und beschränkt sich auf eine bestimmte Domain oder URL (Uniform Resource Locator). Manchmal hängen die Schwierigkeiten auch mit dem eingesetzten Browser oder dem eigenen Internetanschluss zusammen.

Was sind Registries?

Dass eine Top Level Domain (TLD) ausfällt, ist selten. Bei der TLD .de kam es zuletzt vor zehn Jahren zu einem größeren Ausfall. Viele .de-Adressen waren mehrere Stunden lang nicht erreichbar und E-Mails gingen verloren. Verantwortlich für den Ausfall war die Denic, die als Domain Name Registry für die Verwaltung der .de-Domains verantwortlich ist. Der Grund war ein fehlerhafter Kopiervorgang bei der Aktualisierung der Nameserver-Daten.

Registries sind dem normalen Internetnutzer in der Regel kein Begriff. Sie sind als Verwalter der Top Level Domains wie .com, .net oder .de verantwortlich, dass der Betrieb der TLDs und damit sämtlicher Webseiten auf technischer Ebene funktioniert. Synonym zu Domain Name Registry wird von Network Information Center (NIC) gesprochen.

In Deutschland sind Registries wie die Denic eG (.de) oder die Hamburg Top Level Domain GmbH (.hamburg) ausschließlich privatwirtschaftliche Unternehmen. Weltweit betrachtet finden sich unter den Registries öffentliche Organisationen, Regierungen oder Universitäten. Die größte Registry ist das US-amerikanische Unternehmen Verisign, das unter anderem die beiden TLDs .com und .net betreibt.

Registries und Registrare sind für die Adressen im Internet verantwortlich.

Welche Aufgaben haben Registries?

Im Wesentlichen besitzen Registries folgende vier Aufgaben:

  1. Zur zentralen Verwaltung aller Domains wird der jeweiligen TLD eine Registrierungsdatenbank bereitgestellt.
  2. Der Betrieb einer Nameserver-Infrastruktur sorgt dafür, dass dieses Register dauerhaft verfügbar ist. Würden die Nameserver der Denic ausfallen, wäre keine Domain mit der Endung .de mehr erreichbar.
  3. Damit Registrare Domainnamen im Auftrag von Endkunden registrieren, aktualisieren und löschen können, stellt die Registry ein automatisiertes Registrierungssystem zur Verfügung.
  4. Um Informationen über registrierte oder noch frei verfügbare Domainnamen zu geben, bieten Registries einen WHOIS-Dienst an.

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Die Registrierungsstellen sind verantwortlich, dass die Server, auf denen die Domain Name Systeme laufen, der WHOIS-Service sowie das Registrierungssystem stetig evaluiert und weiterentwickelt werden. Das ist notwendig, damit zukünftige Standards wie neue Requests for Comments (RFCs), neue Funktionalitäten sowie rechtliche Anforderungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) abgebildet werden können.

Einen Überblick über alle Registries und der von ihnen verwalteten Domainendungen bietet die Internetseite iana.org der Internet Assigned Numbers Authority (Iana).

Die Registrierungsstellen sind verantwortlich, dass die Server, auf denen die Domain Name Systeme laufen, der WHOIS-Service sowie das Registrierungssystem stetig evaluiert und weiterentwickelt werden. Das ist notwendig, damit zukünftige Standards wie neue Requests for Comments (RFCs), neue Funktionalitäten sowie rechtliche Anforderungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) abgebildet werden können.

Hauptsächlich kümmern sich die Registries um die Sicherstellung des täglichen Domain-Betriebs. Einige Stellen sorgen ehrenamtlich für die technische, politische und rechtliche Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für TLDs bei der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Die Verwaltungsorganisation ist für die Vergabe von Domainendungen an Registries sowie für das Management und die Koordination des Domain Name Systems (DNS) zuständig. Aktuell kommt der ICANN eine zentrale Rolle bei der Reformierung des WHOIS zu. Dabei dreht sich alles um die Frage, wie berechtigte Entitäten zukünftig Auskunft zu dem Inhaber einer bestimmten Domain erhalten können.

Möchte sich ein Unternehmen oder eine Organisation als zukünftige Registry um eine neue Domainendung bei der ICANN bewerben, kann das teuer und langwierig werden. Das gilt, obwohl die ICANN die Vergaberichtlinien gelockert hat, um den Namensraum im Internet zu erweitern. Hat eine Registry den Bewerbungsprozess erfolgreich gemeistert, steht ihr bei nTLDs ein breiter Ermessensspielraum zur Verfügung, wie restriktiv sie bei der Vergabe von Domainnamen vorgehen darf. Jede Registry hat ihr eigenes System. In der Folge sind die Anforderungen an einen potenziellen Domaininhaber mit der Erbringung diverser Formalitäten und einem hohen Zeitaufwand verbunden.

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Wie arbeiten Registries und Registrare zusammen?

Für die Registrierung und Verwaltung von Domainnamen (beispiel.de) sind die Registries nicht zuständig. Hier kommen die Registrare ins Spiel. Sie nehmen die über das von den Registries betriebene Registry-System die Registrierungen automatisiert vor. Große Anbieter wie Strato oder Ionos bieten Domains im Self-Service im Paket mit Zusatzleistungen wie der Nutzung eines Mailservers, Webspace oder einem Baukasten für Webseiten an. Wir als Solution Provider haben als Domain-Management-Experten eine flexible Full-Service-Lösung für mittelständische und große Unternehmen im Angebot. Diese sind durch die Vielschichtigkeit des Themas vor dem Hintergrund eines großen Domainportfolios und einer Vielzahl unternehmensinterner Akteure herausgefordert.

Fazit: Registries und Registrare arbeiten Hand in Hand

Domain Management beinhaltet die fortlaufende Aufgabe, eine Domain oder ein -Portfolio erreichbar, sicher und in der Lage zu halten, verwandte Websites zu unterstützen. Seit der Einführung neuer Domainendungen und der Umsetzung der europäischen DSGVO ist der Domainmarkt weniger übersichtlich und die Verwaltung des Domainportfolios anspruchsvoller geworden. Personenbezogene Daten sind öffentlich nicht mehr über eine WHOIS-Abfrage einsehbar und die Verarbeitung von Kundendaten über die eigene Website muss SSL-verschlüsselt stattfinden. Der Adacor Domain Management Service kümmert sich um die Registrierung, Verwaltung, den Domainkauf, eine sichere Infrastruktur, das DNS-Management oder den Kauf und die Implementierung von SSL-Zertifikaten. Das ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die Registries und Registrare, die sich um den Betrieb, die Technik und die Registrierung von Internetadressen kümmern.

Wem vertrauen Sie bei der Domainverwaltung?

Legen Sie Ihr Domain Management in zuverlässige Hände und kontaktieren Sie unseren Domain Management-Experten Jörg Dürrmeier (solutions@adacor.com). Er berät und unterstützt Sie bei Ihren Fragen zur Domainverwaltung.

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