ISO 27001 Zertifizierung – bester Schutz für IT

Aufgrund der Komplexität von Informationstechnik und der Nachfrage nach Zertifizierungen sind in den letzten Jahren zahlreiche Anleitungen, Standards und nationale Normen zur IT-Sicherheit entstanden. Eine davon ist die international anerkannte Norm ISO 27001.

Zertifizierung nach ISO 27001

Umsetzung internationaler Standards in der IT-Sicherheit

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation sind Unternehmen, Behörden und Organisationen auf eine sichere und zuverlässige IT-Infrastruktur angewiesen. Dabei wächst das Gefährdungspotential im Bereich der digitalen Verarbeitung von Informationen stetig. Nicht autorisierte Veröffentlichungen oder Datenmanipulation schädigen Personen und Unternehmen.
Durch die Einbindung mobiler Endgeräte können sich die Gefahren potenzieren.
Eine Firewall und eine aktuelle Antivirensoftware garantieren bei der weitreichenden Vernetzung von IT-Systemen oft keine stringente Sicherheit mehr.

Überblick Zertifizierungen in Deutschland

In Deutschland existieren generell eine ganze Reihe unterschiedlicher Zertifizierungsmöglichkeiten. So können z. B. Personen zertifiziert werden, aber auch Produkte und Systeme. Nach ISO 27001 werden ausschließlich Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS) zertifiziert. Die Norm beschreibt die allgemeinen Anforderungen an ein ISMS und definiert einen weltweit anerkannten IT-Sicherheitsstandard.

Ein ISMS gibt dem jeweiligen Betrieb, der Behörde oder Organisation vor dem Hintergrund des IT-Sicherheitsgedankens ein System an die Hand, die individuellen Risiken, Anforderungen und Maßnahmen zur Informationssicherheit zu ermitteln und zu managen.

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Mit ISO 27001 im internationalem Wettbewerb die Nase vorn

Die ISO-Zertifizierung ist im internationalen Wettbewerb zum anerkannten Standard und Qualitätsmerkmal geworden. Mit ihr bringen Unternehmen den objektiven Nachweis, dass sie ein umfassendes Sicherheitskonzept besitzen und der Informationssicherheit einen angemessen hohen Stellenwert einräumen. Dies ist vor allen dann wichtig, wenn sensible Kundeninformationen und personenbezogene Daten gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verarbeitet werden.

Die ISO-Norm ist für alle Organisationstypen (z. B. Handelsunternehmen, staatliche Organisationen, Non-Profitorganisationen) geeignet und beschreibt die Anforderungen für eine erfolgreiche Implementierung (Aufbau und Einführung, Betrieb, Wartung und Optimierung) der notwendigen Sicherheitsmechanismen, Regelungen und Verantwortlichkeiten.

Letztlich bietet das Zertifikat Unternehmen und Behörden die Möglichkeit, ihre Bemühungen im Bereich der Informationssicherheit international zu dokumentieren. Dies kann sowohl gegenüber Kunden als auch Geschäftspartnern als Qualitätsmerkmal dienen und zu einem Wettbewerbsvorteil führen.

Kosteneffizientes Management von Sicherheitsrisiken

Informationssicherheit bedeutet eine Investition in Personal, Maßnahmen und Systeme. Jedoch entsteht rasch ein finanzieller Vorteil, wenn betriebsunterbrechende Vorfälle verhindert und die Risiken von Datenlecks minimiert werden. Die ISO 27001 legt nahe, die Informationssicherheit nicht ausschließlich von technischen Maßnahmen abhängig zu machen, sondern sich auf systematisches, ganzheitliches Vorgehen zu konzentrieren. Daher umfassen die Sicherheitsmaßnahmen im ISMS vor allen Dingen organisatorische und konzeptionelle Fragen sowie Personal- und Ressourcenmanagement.

Sicherstellung der Konformität mit Gesetzen und Regularien

Vor allem IT-Unternehmen sind oft von vertraglichen Vorgaben im Bereich Datenschutz und Datensicherheit betroffen.

Aber auch Finanz-, Gesundheits- oder Regierungsorganisationen müssen, um Haftungsrisiken zu vermeiden, mit bestimmten Gesetzen und Regularien konform gehen.
Genannt seien hier vor allem das Telemediengesetz (TMG) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). So steht am Anfang der Implementierung eines ISMS die Identifikation aller für die Organisation relevanten gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Anforderungen. Hieraus erwächst, basierend auf den jeweiligen Geschäfts- und Sicherheitsanforderungen, das individuelle Schutzbedarfsprofil aller Informationswerte einer Organisation.

Ein wesentlicher Faktor beim Schutz der Informationswerte ist dabei laut ISO 27001 der pflichtbewusste und gewissenhafte Umgang der Mitarbeiter mit ihren Aufgaben. Erreicht werden kann dies durch spezielle Mitarbeiter-Schulungen und die Übernahme von Verantwortung und Kontrolle seitens des Managements.

Definition von Zuständigkeiten und Managementtätigkeiten

Die Zertifizierung nach ISO 27001 stellt einen guten Anlass dar, um Verantwortungsbereiche, Aufgaben, Pflichten und Prozesse innerhalb des Unternehmens klar zu definieren und zu beschreiben. Ein ISMS beeinflusst den Informationsfluss auf allen Unternehmensebenen und legt fest, mit welchen Instrumenten und Methoden die Leitungsebene eines Unternehmens die Informationssicherheit nachvollziehbar implementiert und anschließend lenkt.

Zudem können auch außerhalb des Sicherheitszusammenhanges organisatorische Abläufe optimiert werden.

Zum Procedere der Zertifizierung nach ISO 27001

Eine Zertifizierung nach ISO 27001 führt sowohl das BSI selbst als auch verschiedene private Zertifizierungsstellen durch (z. B. der TÜV). Auditoren führen das Unternehmen oder die Organisation durch die Zertifizierung und prüfen anhand der Norm den Umsetzungsgrad der Sicherheitssysteme, Richtlinien und Maßnahmen. Wurde ein Unternehmen erfolgreich zertifiziert, hat das ISO-27001-Zertifikat eine Gültigkeit von drei Jahren. Während dieses Zeitraums finden jährliche Überwachungsaudits statt. Rechtzeitig vor Ablauf des Zertifikats muss eine Re-Zertifizierung durchgeführt werden.

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