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Ein Beitrag von Adacor

Warum brauchen Sie Informationen über die Applikation?

Warum brauchen Sie Informationen über die Applikation?
Die Frage aus der Überschrift wird uns interessanterweise regelmäßig gestellt. Obwohl es die meisten Verantwortlichen in der IT-Welt mittlerweile besser wissen müssen:

Der Betrieb eines Systems oder eben einer Applikation kann nur dann sichergestellt werden, wenn die Betriebsmannschaft grundlegende Informationen über die Applikation und ihren Aufbau hat.

Am besten wäre sogar ein tiefer Einblick in die Herangehensweise der Entwicklung und eine enge Kooperation mit den Verantwortlichen der Entwicklung.

Wo hat diese Frage dann ihren Ursprung?

Früher wurde der IT-Abteilung ein fertiges Stück Software geliefert. Dieses wurde installiert und mit ein wenig Glück regelmäßig (das heißt ein- bis viermal im Jahr) upgedatet. Die Patch Days benötigten einigen Vorlauf, währenddessen herrschte eine rege Betriebsamkeit und es gab – wenn nötig – auch noch Downtimes. Das Update durchlief verschiedene Stufen und sah in etwa so aus: Die Applikation wurde ausgeschaltet, upgedatet, wieder hochgefahren, getestet und schließlich freigegeben. Tauchten Probleme auf, wurde von vorn angefangen.

Dieses Vorgehen war einfach und entsprach meist einem Prozess, bei dem die IT-Unterstützung nur Beiwerk war. Leider ist diese Herangehensweise immer noch in vielen Köpfen von IT-Entscheidern fest verankert. Das merken wir besonders dann, wenn uns zeitkritische Anfragen erreichen. Das heißt, die Applikation ist bereits „fertig” und soll jetzt „einfach betrieben werden”. Das kann man zwar so machen, im Betrieb macht ein solcher Weg allerdings wenig Spaß, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, in dem oben beschriebenen starren und linearen Prozess gefangen zu sein.

Die Erwartungshaltung aller Nutzer ist die ständige Erreichbarkeit der Applikation. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Nutzer eines Intranets, Besucher einer Marketingkampagne oder Kunden eines Onlineshops handelt. Das bedeutet aber auch, dass die Nutzer keine Rücksicht mehr auf Patch Days, Downtimes oder Befindlichkeiten der Betriebsmannschaft nehmen.

Wie kann die Lösung aussehen?

Wir kommen in solchen Fällen schnell zu Themen wie „Continuous Operations“ und „Zero Downtime Deployments“. Gerade jetzt, wo DevOps nicht mehr nur als Modewort verstanden wird, sondern tatsächlich Einzug in viele Entwicklungs- und Betriebsmannschaften findet und diese miteinander verknüpft, wird klar, dass nur eine Verzahnung der Entwicklung mit dem Betrieb direkt bei der Konzeption die gewünschte Agilität auslöst, um „Continuous Operations“ zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass der Besucher den Service auch während eines Deployments (hoffentlich mehrere am Tag) nutzen kann, muss die Applikation darauf reagieren und verstehen, was gerade mit ihr passiert, oder noch besser: Sie muss diesen Prozess selbst auslösen. Wenn man sich diesen Umstand vor Augen hält, dann wird schnell klar, dass die Herangehensweise „wir entwickeln und dann betreibt es einer“ nicht zum Ziel führt.

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Allen Beteiligten muss klar sein, wie wichtig DevOps ist!

Jedem Entscheider muss klar sein, dass Entwicklung und Betrieb zusammengehören. Jedem Entwickler muss klar sein, dass er sich mit dem Betrieb auseinandersetzen muss. Er muss Deployments verstehen und virtuelle Ressourcen starten können. Er darf keine Angst mehr vor der Konsole oder den für seine Applikation nötigen Platform Services haben. Am besten sollte er diese sogar nutzen.

Jedem Systemadministrator muss klar sein, dass die Arbeit nicht beim Code aufhört, sondern damit erst anfängt. Der Code bestimmt, was administrativ auf dem Gesamtsystem passiert, und der Erfahrungsschatz der Systemadministratoren bezüglich des Lastverhaltens, der Bandbreiten und Latenzen muss wertvoll in die Gesamtplanung eingearbeitet werden.

Wichtig ist, dass allen genannten Parteien klar ist, dass sie in einem Boot sitzen und Plattformen, die dem aktuellen Markt gerecht werden und massiv und flexibel skalieren sollen, nur auf diese Art entwickelt werden können.

Jeder sollte sich mit DevOps beschäftigen – oder, wenn er es bislang noch nicht tut, am besten direkt damit anfangen. Es ist höchste Zeit, denn das Modewort, dass sich in unseren Breitengraden gerade erst etabliert, hat tatsächlich schon ein paar Jahre auf dem Buckel. So fand zum Beispiel der erste DevOpsDay bereits 2009 statt.

Geht es auch anders?

Man sollte die Aussage „massiv und flexibel skalieren“ aus dem vorherigen Absatz genau beachten. Klar ist: Es gibt eine Reihe von Applikationen, die nicht zwangsweise diese Anforderung haben. Allerdings ist die Erwartungshaltung der Nutzer, die durch die großen am Markt verfügbaren Applikationen geprägt ist, auch bei kleineren Systemen oder Firmen-Intranets vorhanden und sollte nicht enttäuscht werden.

Daher, um nach diesem Exkurs zur eigentlichen Frage aus der Artikelüberschrift zurückzukommen, macht es Sinn, dass wir als Betriebsmannschaft über die Applikationen unserer Kunden Bescheid wissen. Auch wenn diese nicht zu 100 % oder nicht einmal zu 50 % nach DevOps-Kriterien arbeiten, haben wir genug Expertise, um die Entwicklungsmannschaften in den Unternehmen derart zu unterstützen, dass der Betrieb des Systems reibungsarm läuft – und wir uns gemeinsam in einer ­von DevOps geprägten Welt entwickeln können.
Unsererseits ist viel Know-how vorhanden und wir liefern eine interessante Bandbreite an Private- oder Hybrid-Cloud-Infrastrukturen, die alle Tools bereitstellen, um für ein Dev-Ops-geprägtes Umfeld als Werkzeugkasten zu dienen. Haben Sie also Verständnis dafür, wenn wir Sie zu Beginn eines Projektes mit Fragen über Ihre Applikation löchern.

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