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Ein Beitrag von Adacor

Wie das mobile Arbeiten mit dem iPad Pro gelingt

iPad Pro im BusinessOb Schreibtisch, Flieger, Bahn oder auch mal Couch: Wer berufsbedingt viel unterwegs ist und dabei verschiedene Arbeitsplätze nutzt, der will – bei größtmöglicher Flexibilität – so wenig Ballast wie nötig mit sich herumtragen. Für das mobile Arbeiten im Büroalltag und im Homeoffice bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, eine davon ist das große iPad Pro.

Geräteanforderungen für meinen Test des iPad Pro

  1. Da es sich vorerst nur um einen Test handelt, müssen MacBook und iPad in meinem Arbeitsalltag nach wie vor auf einem gemeinsamen Datenbestand arbeiten. Diesen möchte ich nicht manuell abgleichen.
  2. Klassische Office-Anwendungen wie PowerPoint, Excel und Word möchte ich weiter verwenden.
  3. Der Zugriff auf zentrale Windows-Server via Remote Desktop muss funktionieren.
  4. Die Nutzung von E-Mail sollte komfortabel sein und mit PGP-Verschlüsselung funktionieren.
  5. Firmenintern genutzte Web-Tools wie Confluence, Intranet, Jira, HipChat müssen vollumfänglich nutzbar sein.

Ein 12,9-Zoll-Retina-Display, ein mobiles Datennetz, der Apple Pen und eine anschließbare Tastatur haben bei mir die Frage aufkommen lassen, ob ich mit diesem Equipment nicht mein angestammtes MacBook in den Ruhestand schicken und fortan meine Arbeit ausschließlich mit dem großen iPad Pro bewerkstelligen kann.

Das Setup: iPad Pro 12,9 Zoll mit Wifi, Mobilfunk und 256 GB Speicher

Nach einigem Ausprobieren gefiel mir entsprechend meinen Geräteanforderungen das folgende Setup an Apps am besten:

Dateiverwaltung: Documents
Office: Microsoft Word, Excel, ­Powerpoint
Remote Desktop: Microsoft RD Client
Scribbles: GoodNotes
E-Mail & Surfen: Safari & Mail
Scannen: Scanner Pro
VPN: OpenVPN
Messaging: HipChat
Dateiaustausch: TeamDrive

Kleine Features mit großer Wirkung

Die Highlights des iPad Pro mögen sich banal anhören, es sind allerdings kleine versteckte Erleichterungen, deren voller Umfang mir erst durch die Arbeit mit dem iPad klar geworden ist.

Die Kombination aus mobilen Daten und WLAN sorgt dafür, dass das mobile Arbeiten in wechselnden Umgebungen bedeutend angenehmer wird. Man hat nur noch ein Gerät in der Hand und das „hakelige“ Verbinden des Laptops mit dem Hotspot des Handys entfällt, falls einmal kein WLAN zur Verfügung steht.

Die Akkulaufzeit des iPad reicht bei normaler Nutzung – also mit Ruhezeiten wie Meetings, Telefonaten und Pausen – einen ganzen Arbeitstag. Phänomenal!

Anwenderfreundliche Tastatur überzeugt

Die Tastatur (inzwischen auch mit deutscher Belegung) bietet dasselbe Nutzungsgefühl wie alle Apple-Tastaturen. Sie ersetzt nicht einfach nur die Bildschirmtastatur, sondern erweitert deren Funktionen um altbekannte Features vom Laptop: Dazu zählen das Kopieren und Einfügen via „cmd C“ und „cmd V“ oder der Wechsel zwischen Apps mit „cmd Tab“. Mit den Cursortasten kann man direkt im Text navigieren, ohne die Lupenfunktion mit Touch nutzen zu müssen. Die Shift- und Cursor-Tasten lassen sich außerdem zur Textmarkierung einsetzen.

Vielseitige Möglichkeiten dank Pencil

Mit dem Apple Pencil lässt sich zum einen der Cursor präziser setzen, zum anderen ermöglicht er auf praktische Weise – zum Beispiel mit GoodNotes – das Erstellen von Scribbles, Zeichnungen oder handschriftlichen Notizen. Das Korrigieren von Unterlagen, Vorlagen und Zeichnungen durch Anmerkungen ist regelmäßig Bestandteil meiner Arbeit, die ich seitdem nur noch mit Pencil und iPad mache. Die Funktionsweise ist einfach: Ich scanne mit der Kamera das Dokument, kopiere es in GoodNotes, kringele die betroffene Stelle ein, schreibe handschriftlich mit dem Pencil meine Anmerkungen dazu und kann diese schnell und einfach immer wieder löschen und neu schreiben. Zum Schluss schicke ich die geänderte Datei per E-Mail an den Absender zurück. Ausdrucken, Anmerkungen setzen, zum Scanner laufen, diese Arbeitsschritte entfallen komplett.

Der Remote Desktop funktioniert auf dem iPad besser als auf dem Mac – vor allem im Zusammenspiel mit dem Pencil als Mausersatz.

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Funktionales Handling von Dokumenten möglich

Das Dokumentenhandling mit Documents klappt erstaunlich gut, und über eine intern betriebene TeamDrive-Instanz in Verbindung mit der TeamDrive App habe ich sowohl vom Laptop als auch vom iPad aus immer Zugriff auf meine Dateien. Es ist nur etwas gewöhnungsbedürftig, dass man die Dateien stets zwischen den verschiedenen Apps hin und her schieben muss: zum Beispiel aus Mail in Documents, aus Documents zum Bearbeiten nach Word und danach von Word wieder in Documents.

Noch nicht gelöste Knackpunkte

Neben den zahlreichen positiven Aspekten gibt es ein paar problematische Punkte, für die ich aktuell (manchmal auch aus Zeitmangel) noch keine Lösung gefunden habe.

Ich habe mir nicht gemerkt, wie oft ich mit meinem Laptop auf dem Schoß gearbeitet habe. Auf jeden Fall funktioniert das mit der iPad-Tastatur nicht. Will man diese nutzen, ist eine Tischunterlage unumgänglich.

Ein ganz großer Nachteil besteht darin, dass die E-Mail-Verschlüsselung via PGP/GPG mit der Standard-Mail-App nicht funktioniert.

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Web-Tools, die nicht für eine mobile Nutzung ausgelegt sind, funktionieren im Safari des iPads nur bedingt. Am nervigsten verhalten sich dabei Layer und Buttons, die außerhalb des sichtbaren und klickbaren Bereichs liegen und damit die Nutzung der Applikation unmöglich machen. Confluence könnte definitiv benutzerfreundlicher im iPad funktionieren, dafür ist die HipChat App der Knüller. Grundsätzlich ist die Problematik mit den Web-Tools noch einer der größten Killer für das reine Arbeiten mit dem iPad.

Fazit

Den Tablets gehört die Zukunft. Zum einen wird der Funktionsumfang immer businesstauglicher, zum anderen ist es sehr bequem und angenehm, unterwegs lediglich ein Tablet dabeizuhaben. Besonders für diejenigen, die viel unterwegs sind, sind die Vorteile ein echter Mehrwert.

 

Dieser Beitrag ist vorab bereits bei T3N erschienen.

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