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Ein Beitrag von Adacor

Wie Sie die Public-Cloud im Unternehmen optimieren

Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja, das können wir. Viel wichtiger jedoch als die Bejahung der Frage ist der zusätzliche Hinweis, dass Sie diese Möglichkeit in jedem Fall in Anspruch nehmen sollten. Um zu erklären, warum das so ist, lohnt es sich kurz ausholen und auf einen Artikel von Joachim Seidler, Geschäftsführer der Exolink GmbH, zu verweisen. Er hat das Thema „Managed Services auf Public-Cloud-Infrastrukturen“ nämlich jüngst in diesem Blog intensiv beleuchtet. Die Kernaussage des Artikels lautet, dass die Nutzung der Ressourcen und Plattformen im Rahmen von Public Cloud in vielen Situationen sinnvoll und zielführend ist, sich aber in zahlreichen Fällen eine Verantwortungslücke bei den jeweiligen Anbietern öffnet. Sie ist in der Regel auf den ersten Blick nicht erkennbar, sodass die Kunden der Public-Cloud-Anbieter plötzlich Verantwortlichkeiten tragen müssen, mit denen sie im Vorfeld nie gerechnet hätten. Managed Services können hierbei hilfreiche Unterstützung bieten – vorausgesetzt, einige Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz werden beachtet. Die Ausführungen von Joachim Seidler bieten die ideale Basis, um das Thema zu erläutern, ins Detail zu gehen und die Herangehensweise an ein Projekt im Bereich „Managed Services auf Public-Cloud-Infrastrukturen“ aufzuzeigen.

Entscheidungen ohne Planung führen zu Nachteilen

Die Marketing-Maschinerie der Public-Cloud-Anbieter läuft auf Hochtouren. Passend dazu steht die Bereitschaft vieler deutscher Unternehmen, auf der Digitalisierungswelle mit zu schwimmen und möglichst viele Plattformen und Systeme – teilweise ohne Plan und Struktur – in Public-Cloud-Infrastrukturen zu migrieren. Ganz nach dem Motto „All in Cloud“, „Cloud First“, „All to Cloud“ oder wie die verschiedenen Strategien im Umgang mit Public-Cloud-Anbietern auch heißen mögen.

Leider schaffen es viele dieser Strategien, die Vorteile der Public-Cloud-Infrastrukturen durch fehlgeplante und überstürzte Maßnahmen in ausgewachsene Nachteile zu verwandeln. Der Grund dafür liegt darin, dass viele Entscheider nur über wenig Verständnis für den Aufbau und die Servicedichte dieser Plattformen verfügen. Wie sollte es auch anders sein? Ob Amazon Web Service oder Microsoft Azure, beide Anbieter bieten jeweils Hunderte verschiedene Services in den Bereichen Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) an. Daher ist es verständlich, dass bei der Entscheidung zur Nutzung dieser Infrastrukturen Experten gefordert sind, die das Projekt, die Maßnahmen, die Prozesse und nötigen Leistungen prüfen und dann mit den passenden Services aus den Public Clouds zusammenführen. Allerdings sind diese Strategien schon gesetzt, bevor das Projekt geprüft ist und irgendein Experte die Anforderung mit dem passenden Leistungsverzeichnis übereinandergelegt hat.
Noch vor ein paar Jahren wären die Strategien rund um „All in Cloud“, „Cloud First“ und „All to Cloud“ für folgenden Satz eines Chief Technical Officers in einem Unternehmen typisch gewesen: „Wir kaufen jetzt alles nur noch bei Anbieter X.“ Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass Dienstleistungen eingekauft wurden, die nicht passten oder die teurer waren als bei einem anderen Anbieter. Damals wie heute könnte man eine solche Entscheidung als fragwürdig bezeichnen. Mit dieser Vorgehensweise werden nämlich weder Kosten gespart noch funktionierende Projekte gestartet.

Warum diese blinde Spontanität oder übertriebene Agilität in Bezug auf Entscheidungen zur Migration in die Cloud aktuell so hoch ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Es könnte allerdings sein, dass der deutsche Digitalisierungswahn verbunden mit den passenden Versprechungen der Public-Cloud-Dienstleister bei den im Moment teilweise gelähmten Entscheidern so viel Druck produziert, dass unbedingt etwas getan werden muss, um die Themen „digital“ und/oder „Cloud“ auf der Todo-Liste schnell abzuhaken. Damit hat man in erster Instanz seinen Dienst getan und kann gut und gerne von sich behaupten: „Wir sind digital, wir machen Cloud.“

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Bei vielen Public-Cloud-Anbietern klafft eine Servicelücke

Die Migration eines Projektes in die Cloud ist nur ein Thema, ein weiteres manifestiert sich in der von Joachim Seidler beschriebenen Servicelücke. So dürfte einem ausreichend informierten Entscheider klar sein, dass die Leistungen der Public Clouds klar definiert und abgegrenzt sind. Das heißt, das perfekte Szenario für einen IT-Einkäufer sieht wie folgt aus: Es gibt eine klar definierte Leistung zu einem klar definierten Preis plus einem Service Level Agreement (SLA). Dass diese Leistungen so kleinteilig sind und in einem durchschnittlichen IT-Projekt in ihrer Einfachheit nur einen geringen Teil der Gesamtleistung ausmachen und die Zusammenstellung – ich möchte es provokativ die Komposition nennen – der wichtigste Part im Projekt ist, gerät dabei in Vergessenheit. Wie wichtig die genaue Analyse der Vertragsmodalitäten und SLA für Unternehmen ist, hat Valentin Rothenberg, IT Service Manager bei Adacor, in seinem Artikel „AWS, Azure oder Google Cloud: Eine ausführliche Analyse aus Management-Sicht“ betrachtet, der auch auf t3n.de erschienen ist. Demnach sind bei der Beurteilung eines Vertrages mit einem Public-Cloud-Anbieter besonders die SLA und dabei folgende Bedingungen zu beachten: Es sind immer Preisanpassungen möglich, es wird kein deutsches Recht angewendet und es gibt völlig unterschiedliche Verfügbarkeitszusagen. Summa summarum wird schnell deutlich, dass die SLA in der Regel zugunsten der Anbieter verfasst sind. Diese halten sich diverse Schlupflöcher offen. Gut beraten sind hier Unternehmen, die individuelle SLA einfordern können. Das können in der Regel aber nur große Unternehmen, Betriebe mit kleinen Umgebungen bleiben viel häufiger auf der Strecke. Das Konzept der Public-Cloud-Anbieter geht stets mit einer Verlagerung der Verantwortung einher: Der Kunde trägt das Risiko für Ausfälle mit, indem er selbst eine Infrastruktur schaffen muss, die potenziellen Ausfällen standhält. Ob Standard-SLA ausreichend sind, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Letztlich kann diesem Risiko aber nur mit einem guten Cloud-Konzept, das eine Verteilung über mehrere Standorte vorsieht, entgegengewirkt werden.

Things To Say Episode #6: Der Unterschied zwischen kaufmännischen und technisch belastbaren SLA

Deshalb empfiehlt es sich für jedes Unternehmen, das Ziel zu verfolgen, kleinteilige IT-Services so intelligent zusammenzustellen, dass sie für die Applikation und letztendlich für den Benutzer einen funktionierenden Service darstellen. Interessanterweise war das früher ähnlich: Man kaufte Stückwerk ein, stellte es zu einem Service zusammen, legte die Applikation darauf und überführte es in den Betrieb. Heutzutage passiert es oft, dass bei der Migration in die Cloud nach der Überführung in den Betrieb Schluss ist. Intelligente Werbemaßnahmen führen durch Beeinflussung dazu, dass in den Unternehmen das Credo „In der Cloud wird alles besser“ gelebt wird. Dabei fehlt allerdings die Erstellung eines Betriebskonzeptes genauso wie die Überführung des Cloud-Projektes in einen sauberen und nachhaltigen Betrieb, der sicherstellt, dass der Service in Gänze funktioniert. Zusätzlich müssen die zusammengestellten Services der Cloud-Infrastrukturen überwacht und betrieben werden. Hier geht es nicht nur um die Betrachtung der einzelnen Bereiche, sondern um die Zusammenstellung und das gemeinsame Funktionieren in einer Komposition zur Lieferung einer Plattform, die final auch nur ein Stück Code beziehungsweise ein Stück Software abspielt.

Managed Services sind unverzichtbar für Public-Cloud-Infrastrukturen

Managed Services sind für das saubere Funktionieren der Public Clouds ebenso wichtig wie für „traditionelle“ Infrastrukturen. In Zukunft werden sie vermutlich noch wichtiger. Diese Entwicklung liegt darin begründet, dass die angebotenen Infrastructure as a Services und Platform as a Services regelmäßig verändert und verbessert werden. Teams und Spezialisten sind notwendig, die diese Services kennen und sich mit ihnen weiterentwickeln. Einen solchen tragenden Prozess unternehmensintern sowie als Kunde von Public Cloud Services in Eigenregie aufzubauen, ist hingegen ein aufwendiges und teures Unterfangen.

Die Adacor Group bietet mit ihren drei Unternehmen Adacor, Filoo und Exolink eine Bandbreite an Services an, die bei der Prüfung und Analyse eines Projektes zur Migration in die Cloud beginnen und in einen ebenso professionell betreuten Betrieb münden. Dabei definieren wir für unsere Kunden unterschiedliche Pakete, die sich in Überwachung, Betrieb und Optimierung aufgliedern. Diese sind an das Projekt individuell angepasst und nicht an spezifische Services der Public-Cloud-Anbieter gekoppelt. Damit steht der vom Kunden beauftragte Business Service im Vordergrund und nicht ein einzelnes Service Level Agreement des Public-Cloud-Anbieters. Das war und ist eine Stärke von Adacor, auf die unsere Kunden weiterhin vertrauen können. Für uns ist es unabhängig, auf welcher Infrastruktur ein Projekt läuft. Für uns steht im Mittelpunkt, dass die Projekte unserer Kunden funktionieren.

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