Phishing kann jeden treffen

Die Phishing-Fälle steigen laut BKA deutlich an und eine Umfrage des Bitkom ergab, dass Computer bei 40 Prozent der Nutzer mit Schadprogrammen infiziert sind.
CybercrimeFast ein Drittel aller Unternehmen verzeichnen Angriffe auf ihre IT-Systeme. Die Computer- und Internetkriminalität nimmt weiter zu. Das zeigen das „Lagebild Cybercrime“ des Bundeskriminalamtes (BKA) und aktuelle Umfragen des Bitkom.

Besorgnis erregend ist vor allem, dass die Cyberkriminellen erschreckend professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards reagieren. Denn sie passen ihre Methoden schnell den geänderten Rahmenbedingungen an.

Insgesamt verzeichnet die Kriminalstatistik für 2013 knapp 64.500 Fälle. Verschiedene Studien und polizeiliche Ermittlungen verweisen jedoch auf eine hohe Dunkelziffer, die nicht von der Statistik erfasst wird. So gibt es den höchsten Anstieg zum Vorjahr bei den Delikten im Bereich der „Datenveränderung/Computersabotage“. Hier ist eine Zunahme um 18 Prozent auf 12.766 Straftaten zu verzeichnen.

Wirtschaftsspionage durch Angriffe auf IT-Systeme

Zunehmend im Fokus steht das Problem der Wirtschaftsspionage. „Insbesondere der hoch spezialisierte deutsche Mittelstand mit seinen vielen Hidden Champions in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik oder Fahrzeugbau ist ein beliebtes Angriffsziel“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Nach einer Bitkom-Umfrage vom Jahresanfang verzeichneten 30 Prozent der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in den vergangenen zwei Jahren IT-Sicherheitsvorfälle. Kleinere und mittlere Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern sind mit einem Anteil von 31 Prozent deutlich stärker betroffen. Bei den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sind es nur 11 Prozent. Wobei die meisten IT-Sicherheitsvorfälle werden ‚vor Ort‘ verursacht“ werden. 58 Prozent der attackierten Unternehmen sagen, dass die Störungen von eigenen oder externen Mitarbeitern verursacht wurden. „In der Regel kennen sich Innentäter mit den Gegebenheiten in den Betrieben gut aus und stehlen gezielt bestimmte Datensätze oder schleusen Schadprogramme in die IT-Systeme ein“, so Kempf. Darüber hinaus berichtet fast ein Drittel (30 Prozent) der Unternehmen, dass Angriffe auf ihre IT-Systeme über das Internet erfolgt sind. Hierzu zählen Denial-of-Service-Attacken oder gezielte Einbrüche in die IT-Systeme über das Internet.

Zudem existieren mittlerweile auch Varianten von Ransomware, die auf die Infektion von Server-Systemen ausgelegt sind und somit auch eine Gefahr für klein- oder mittelständische Betriebe darstellen können.

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Digitaler Identitätsdiebstahl nimmt zu

Zudem erlebt das Phishing nach einem vorübergehenden Rückgang mit immer raffinierteren Methoden ein Comeback. Am stärksten betroffen ist in diesem Zusammenhang das Onlinebanking. Für 2013 wurden dem Bundeskriminalamt 4.096 Phishing-Sachverhalte gemeldet. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen um rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem 2012 durch verschiedene Schutzmaßnahmen der Kreditinstitute, wie beispielsweise die Einführung des mTAN-Verfahrens, die Sicherheitsstandards beim Onlinebanking erhöht wurden, haben nach Feststellung des Bundeskriminalamtes die Täter reagiert und neue Schadsoftware und Vorgehensweisen entwickelt, um diese zu überwinden.

Infografik Computerkriminalität in Deutschland

Die Infografik mit den Ergebnissen der Umfrage des Bitkom zur Situation der Computerkriminalität in Deutschland zeigt die Gefahr für Internetnutzer sehr deutlich.

Nach einer repräsentativen Bitkom-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern in Deutschland sind mit 55 Prozent mehr als die Hälfte in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cybercrime geworden. Das entspricht rund 29 Millionen Betroffenen.

Cybercrime Statistik

Das „Bundeslagebild Cybercrime 2013“ des BKA steht im Internet zum Download bereit unter www.bka.de. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit und Datenschutz finden Nutzer bei der Initiative „Deutschland sicher im Netz“.

Dieser Beitrag entstand mit Material einer Pressemeldung des Bitkom.

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