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Business-Knigge: Wie man sich am Besten im Aufzug verhält

Neulich war ich auf dem Weg zu einem Kundentermin . Im Bürogebäude meines Klienten betrat ich die angenehm klimatisierte Aufzugskabine und warf einen kurzen Blick in den Spiegel. Da hüpfte, kurz bevor sich die Türen schlossen, ein junger Mann zu mir in den Fahrstuhl. Wortlos stellte er sich mir schräg gegenüber und schaute zu Boden. Es machte den Eindruck, als wolle er so weit weg wie möglich von mir sein.

Ich grüßte höflich mit einem freundlichen „Hallo“. Fast erschrocken schaute er hoch und murmelte ebenfalls eine Begrüßung. Schweigend fuhren wir aufwärts. Obwohl eindeutig war, dass ich der Ältere war und zudem noch näher an der Tür stand, drängte er sich beim Aussteigen schweigend an mir vorbei und verschwand wortlos in seinem Büro. „Schönen Tag!“, rief ich im noch hinterher.

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Wie fit sind Sie in Sachen Benehmen im Lift?

Jetzt kommen Sie! Was empfiehlt der aktuelle Business-Knigge für eine solche Situation? Die korrekte Antwort lautet: Wer einen Aufzug betritt, in dem sich bereits Menschen befinden, grüßt zuerst! Beim Aussteigen wird – wenn möglich – Damen der Vortritt gewährt, dann Vorgesetzten und Älteren. Ist die Kabine voll, gilt die Regel: Wer vorne steht, steigt zuerst aus. Und wir drängeln uns auch nicht wortlos vorbei. „Darf ich bitte aussteigen? Vielen Dank“, heißt es richtig.
Beim Aussteigen ist ebenfalls eine kurze Verabschiedungsformel angezeigt: „Tschüss“ oder „Auf Wiedersehen, schönen Tag Ihnen.“
Jetzt fragen viele: Ist das nicht alles längst überholt? Nein, lautet die klare Antwort. Erstens wird Höflichkeit niemals altmodisch. Zweitens ist es gerade in Zeiten, in denen die Kommunikation zunehmend über Smartphones oder interne Chats läuft, wichtiger denn je, Menschen, die uns persönlich im Alltag begegnen, auch anzusprechen. Selbst solche kleinen Momente wie eine gemeinsame Fahrt im Aufzug schärfen das empathische Einfühlungsvermögen, das uns von Natur aus gegeben ist und trainiert werden muss. Ähnliches gilt auch für die Hilfsbereitschaft anderen gegenüber: Steigt jemand in den Fahrstuhl ein und hat beide Hände voll, fragen wir selbstverständlich, in welche Etage die Person möchte. Und drücken für sie den richtigen Knopf.

Blickkontakt im Aufzug: Warum fällt uns das so schwer?

Aufzüge sind keine Orte für tiefschürfende Gespräche. Je voller ein Aufzug ist und je näher wir uns kommen, umso ruhiger wird es in der Regel. Zu beobachten sind dann betretene Blicke auf den Boden oder zur Decke, es wird in Taschen gekramt. Übrigens: Telefonate sind ein absolutes No-Go im Aufzug. Aber warum fühlen wir uns während einer kurzen Aufzugfahrt so unwohl? Das liegt daran, dass sich Menschen, die uns fremd sind, in unserer „persönlichen Distanz“ befinden, das heißt in einer Zone zwischen 0,5 und 1,2 Metern. Dieser Raum ist normalerweise nur Menschen vorbehalten, denen wir vertrauen. Deshalb verteilen sich wenige Menschen im Aufzug stets so weit wie möglich voneinander weg. Durch die Entfernung versuchen wir – wenn es machbar ist – die „soziale Distanz“, also eine Entfernung von 1,2 bis 3,5 Metern, zu anderen Menschen zu wahren. Das ist der Bereich, in dem wir uns mit Fremden einigermaßen wohlfühlen.

Es geht also nicht gegen Sie, wenn Ihre Mitfahrenden Abstand von Ihnen halten und keine philosophischen Gespräche führen. Eine kurze Begrüßung hilft aber auf jeden Fall, die ungewohnte Situation zu entspannen.

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